Mitgliederversammlung des Radsportbezirks Aachen

Radsport : Große Sorge um den Nachwuchs im Radsport

Der Radsport befindet sich im Umbruch. Rennradfahren steht nicht mehr ganz oben auf der Liste der Beliebtheitsskala.

Das Mountainbike steht mehr und mehr im Vordergrund. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Vereinen wieder. Nun fand die Mitgliederversammlung des Radsportbezirks Aachen im Heilsteinhaus in Einruhr statt. Klaus Wißmann, der als Vorsitzender im Amt bestätigt wurde, gab einen Überblick über die Situation im vergangenen Jahr.

Unter den rund 30 Gästen in Einruhr befanden sich auch der Vizepräsident des Landesverbandes Thomas Peveling, Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns sowie Helmut Heup als Vertreter des ausrichtenden Vereins SV Grün Weiss Einruhr/Erkensruhr. Wißmann: „Der Bezirksverband Aachen zählt 30 Mitgliedervereine, zum ersten Mal wuchs die Zahl der Mitglieder auf mehr als 2100 im vergangenen Jahr.“ Leider, so bedauerte er, sind nur sieben Prozent der Mitglieder unter 18 Jahren. Wißmann: „Das gibt Anlass zur größten Sorge. In zehn Jahren gibt es in einigen Sparten nur noch Seniorenklassen.“

Die Veranstaltungen, die in 2018 durchgeführt worden sind, waren gut organisiert, und es gab keine Beeinträchtigungen durch das Wetter. Die Hälfte aller Mitglieder des Verbandes fährt inzwischen Mountainbike. Erfolgreich sei in Kooperation mit den Radfahrern das Mountainbike-Wegenetz in den Kreisen Düren und Euskirchen entstanden. Unterstützung sicherte Wißmann auch der Städteregion bei der Umsetzung eines derartigen Vorhabens zu.

Der Koordinator Jugend sei, um Nachwuchs zu gewinnen, an Schulen unterwegs. Eigens für diese Zwecke habe der Bezirksverband Räder angeschafft. Wißmann: „Der Radsport braucht neue Wege, etwa vereinsübergreifendes Training. Wir müssen weg von der klassischen Terminaufteilung hin zur Netzwerkarbeit. Wir benötigen dringend Nachwuchs, denn ohne Nachwuchs ist alles nichts!“

Die Bezirksarbeit stehe leider auf der Beliebtheitsskala nicht ganz oben an, bedauerte der Vorsitzende. Wißmann: „Doch generell sind wir im Bezirk Aachen auf dem richtigen Weg und haben die Zeichen der Zeit erkannt.“

Karl-Heinz Hermanns warb für den Rursee als attraktive und lohnenswerte Radsport-Region. Zum zehnten Mal findet am 30. Juni 2019 der Mountainbike-Marathon am Rursee statt, der sich inzwischen zu einem absoluten Teilnehmer- und Publikumsmagneten für Sportler und Sportbegeisterte aus ganz Deutschland und dem angrenzenden Ausland entwickelt hat.

Weitere Informationen unter: www.mtb-am-rursee.de

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