Luke Pabich vom SV Eilendorf

Fußball : Eine feste Größe auf und neben dem Fußballplatz

Luke Pabich schnürt seit 2008 die Schuhe für den Mittelrheinliga-Aufsteiger SV Eilendorf und ist Beisitzer des Vorstands

Wer sich mit dem SV Eilendorf beschäftigt, stößt rasch auf den Namen Luke Pabich. Der 30-Jährige ist ein Dauerbrenner beim Fußball-Landesligisten. Seit der Saison 2008/2009 schnürt der Mittelfeldspieler die Schuhe für den Klub von der Halfenstraße. Erst vor kurzem wurde er für seine besondere Treue vom Verein ausgezeichnet, denn Pabich hat bereits über 250 Spiele für die erste Mannschaft der Schwarz-Weißen bestritten. „Ein unfassbar toller Fußballer, Leader und vor allem Mensch, der seit Jahren ein Vorbild für jeden in unserem Verein ist“, würdigt der Klub seinen verdienstvollen Sportler im Sozialen Netzwerk Facebook.

Dass Pabich vor elf Jahren beim SVE landete, haben die Eilendorfer vor allem ihrem ehemaligen Spieler Andi Simons zu verdanken, der aktuell für den Mittelrheinligisten SV Breinig auf Torejagd geht. „Andi ist einer meiner besten Kumpels und hat damals schon beim SVE gespielt. Er hat mich während meines einjährigen Auslandaufenthalts in Australien immer wieder kontaktiert und mich gefragt, ob ich nach meiner Rückkehr nicht für den SV Eilendorf spielen möchte“, erinnert sich Pabich, der seine ersten „Gehversuche“ ausgerechnet für den benachbarten Stadtteilklub absolvierte. „Ich habe bis zu den D-Junioren für die Arminia gespielt, das wissen aber nur die wenigsten“, sagt der Einzelhandelskaufmann, der in einem Sportgeschäft in Würselen arbeitet.

Schnell ein Leistungsträger

Da bei den Blau-Weißen kein C-Junioren-Team zustande kam, wechselte der in Eilendorf aufgewachsene Pabich zum damaligen großen Konkurrenten VfR Würselen, bei dem er die restlichen Jugendjahre erfolgreich bestritt, ehe er dem Rat seines Freundes folgte und sich dem SVE anschloss. Pabich entwickelte sich unter Trainer Achim Rodtheut, der auch heute noch die erste Mannschaft coacht, schnell zu einem Leistungsträger des damaligen Bezirksligisten.

Drei Jahre später feierte er mit seinen Teamkameraden den Aufstieg in die Landesliga. Nur zwei Spielzeiten später gelang den Eilendorfern der Sprung in die fünfthöchste deutsche Spielklasse. „Das erste Jahr in der Mittelrheinliga war neben unserem Pokalspiel auf dem Tivoli gegen die Alemannia mein absolutes Highlight bislang“, sagt Pabich. „Wir waren damals der absolute Underdog und haben dann vier Spiele in Folge gewonnen. Die Euphorie war einfach riesengroß.“

Nach zwei Jahren in der Mittelrheinliga folgte der Abstieg des SVE. Nun kehrt das Rodtheut-Team in die fünfte Liga zurück. „Durch die vielen Derbys ist die Landesliga grundsätzlich perfekt für uns“, betont Pabich, der seit der Saison 2016/17 die Mannschaft als Kapitän aufs Feld führt. „Die Mittelrheinliga ist aber eine tolle Herausforderung für uns. Ich hoffe, dass wir wieder die Aufstiegseuphorie mitnehmen können. Wir haben nichts zu verlieren, denn wir sind in jedem Spiel nur Außenseiter.“

Der 30-Jährige ist dabei nicht nur auf dem Platz eine feste Größe beim SVE. Pabich engagiert sich auch als Beisitzer des Vorstandes ehrenamtlich für seinen Klub. „Ich helfe bei allem, beispielsweise habe ich schon einmal unser Ortsturnier organisiert oder pflege die Homepage“, erläutert der Kapitän. „Es engagieren sich super viele Leute im Verein. Wir wollen diesen familiären Klub weiterentwickeln, das macht einfach Spaß.“

Noch mindestens zwei Jahre will Pabich mit seinem SVE auf hohem Niveau Fußball spielen, ehe er sich der Vorstandsarbeit intensiver widmen möchte. Bis dahin sollen möglichst viele Spiele für die erste Mannschaft hinzukommen, wie er betont. Doch Platz eins in der Vereinsstatistik, die erst seit 2001 gepflegt wird, erreicht er wohl nicht mehr. Den hat der langjährige Spielführer Marc Kosalla inne. „Marc hat 379 Spiele absolviert. Das schaffe ich nicht mehr“, sagt Pabich mit einem Schmunzeln.

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