Lateinformation der FG Aachen/Düsseldorf in Solingen

Lateinformation : Bundesligist Aachen/Düsseldorf startet am Samstag in die Saison

„Angreifen“ lautet die Devise. Platz fünf bei den Deutschen Meisterschaften soll in dieser Saison nicht das Ende der Fahnenstange sein. „Wir wollen vorne angreifen, unser Ziel ist das große Finale“, gibt Torben Bölk aus.

Am Samstag startet die Lateinformation der FG Tanzsportzentrum Aachen/Boston-Club Düsseldorf beim ersten Turnier in Solingen in die Bundesliga-Saison – und nach DM-Platz fünf im November in Braunschweig ist der Aufsteiger positiv gestimmt.

Nur ein Jahr lang mussten die Aachener in der Zweiten Liga tanzen, feierten dort eine Premiere, als sie mit allen Einserwertungen logischerweise auch alle Turniere gewannen und den sofortigen Wiederaufstieg frühzeitig eintüteten. So war die Konkurrenz gespannt gewesen, wie und wo der Rückkehrer sich bei der DM in die Riege der Bundesligisten einordnen würde.

Nach oben orientieren

Oft belegen die Aufsteiger einen der letzten beiden DM-Plätze, was gemeinhin ein Fingerzeig ist, dass es nach der Bundesliga-Saison wieder ein Treppchen runter geht. Mit Platz fünf, einer guten Punktzahl und vor allem vielen Komplimenten dürfen Bölk und seine Tänzer in der Bundesliga nicht nur auf den Klassenerhalt hoffen, sondern sich nach oben orientieren. „Warum soll ich mich mit hinten beschäftigen, wenn ich nach vorne kommen will?“, fragt FG-Cheftrainer Bölk ein wenig frech. Doch verständlicherweise ist der Anspruch des Europameisters von 2014 höher, als nur den Klassenerhalt anzupeilen.

Gut zwei Monate sind seit der DM vergangen, Trainer und Team scharren buchstäblich mit den Hufen. „Die Pause ist mir so lange vorgekommen. In den vergangenen Jahren haben wir zwischen DM und Bundesliga ja meist die WM getanzt“, blickt Bölk auf erfolgreiche Zeiten zurück. Diesmal wurde die „Pause“ genutzt, um intensiv an der neuen Choreographie
„Loveletters“ zu feilen.

„Wir haben uns aufgeteilt, Marion hat an der Synchronität und den Bildern gearbeitet, Sandra am Bewegungsablauf und der Choreographie, und ich habe mich vor allem mit der Energie beschäftigt. Energetisch können wir noch zulegen“, arbeitet der „Chef“ eng mit seinen Co-Trainerinnen Marion Kegenhoff und Sandra Caspers zusammen. Mit der Entwicklung ist er – ausgenommen der Zeit um Weihnachten und Neujahr – zufrieden. „Da hatten wir ein Loch, krankheitsbedingt konnten wir auch nicht mit dem kompletten Team trainieren.“

Wechsel auf einer Position

Doch vor dem Bundesliga-Auftakt ist das Team wieder komplett, auch wenn sich Yuriy Solovjov mit einer Daumenverletzung herumplagt. „Er beißt die Zähne zusammen“, so Bölk. Beruflich bedingt musste sich allerdings Janine Böwe vom Team verabschieden. An ihrer Stelle tanzt Julian Tatar nun mit Vanessa Rüdingloh, die auch schon in der ersten „Gatsby“-Saison in der „Stamm-16“ gestanden hatte. An der Choreographie wurde nichts geändert. „Ich glaube an unser Konzept“, darf Bölk nach der guten DM selbstbewusst sagen.

Als Favorit geht der achtfache Weltmeister und Titelverteidiger Bremen in die Saison – „gejagt“ vom WM-Vierten und DM-Zweiten Velbert. Hinter Buchholz hatte Bremerhaven DM-Platz vier belegt. Aachen muss Backnang, den 1. TC Ludwigsburg und Mitaufsteiger Residenz Ludwigsburg in Schach halten. Das erste Turnier in der „Klingenhalle“ in Solingen startet um 16 Uhr.

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