Fußball: Landesligist SW Düren steht als erster Absteiger fest

Fußball : Landesligist SW Düren steht als erster Absteiger fest

Die Entscheidung ist gefallen: Schwarz-Weiß Düren hat seine erste Mannschaft mit sofortiger Wirkung aus der Fußball-Landesliga zurückgezogen und steht somit als erster Absteiger der Staffel zwei fest.

Die bisher ausgetragenen Spiele des Aufsteigers werden laut Spielordnung des Westdeutschen Fußballverbandes nicht gewertet.

„Wir mussten uns vor ein paar Tagen wegen unüberbrückbarer Differenzen von unserem Trainer Dirk Kalkbrenner trennen. Darüber hinaus hatten wir einige Abgänge im November und Dezember, so dass keine ausreichende Kadergröße mehr vorhanden war“, sagt Tobias Schulze. Man habe zwar versucht, in der Winterpause nachzujustieren, jedoch sei es letztlich „nicht darstellbar gewesen“, wie der Vorsitzende des Klubs weiter ausführt.

Am Montagabend hatte sich der neue Vorstand um Schulze ein weiteres Mal beraten. Mit dem Ergebnis, dass der Verein sein Landesliga-Team in der Rückrunde nicht mehr ins Rennen schicken wird. „Der Hauptunterstützer hat am Ende verkündet, dass er die Finanzierung so nicht mehr übernehmen wolle, weil er mit dem Wahlergebnis in Sachen Vorstand nicht einverstanden war. Für ihn kam keine Zusammenarbeit in Frage. In Ermangelung von Spielern und in der Ungewissheit, wie wir diese Akteure für ihren Aufwand entschädigen können, haben wir Montagabend entschieden, dass es so keinen Sinn mehr hat“, führt Schulze weiter aus. Der Schritt sei den Verantwortlichen nicht leicht gefallen, wie der 44-Jährige unterstreicht: „Der neue Vorstand hat sich nicht auf die Agenda geschrieben, als erstes die Landesliga-Mannschaft zurückzuziehen.“

Der Haussegen hängt schief

Der Haussegen hängt bei Schwarz-Weiß schief, denn bei der Mitgliederversammlung im November kam es zu einer Kampfabstimmung um den Vereinsvorsitz zwischen dem langjährigen Vorsitzenden Hans Meier und Tobias Schulze (wir berichteten). Schulze, Spielertrainer der dritten Mannschaft, setzte sich durch. Im Anschluss bildeten sich zwei Flügel, die unterschiedliche Vorstellungen über die künftige Ausrichtung des Klubs haben. Am 29. Januar finden nun Neuwahlen statt, da laut Schulze „Mitglieder des alten Vorstandes mit Zuhilfenahme einer Rechtsanwaltskanzlei“ darauf gepocht hätten. Um eine juristische Auseinandersetzung abzuwenden, habe der neue Vorstand dem zugestimmt. „Danach wird klar sein, wer das Sagen im Verein hat.“

Zudem werde sich zeigen, wie es in der kommenden Saison sportlich weitergehe. Die bisherige zweite Mannschaft kickt derzeit in der Kreisliga A. „Ob wir eine Mannschaft für die Kreis- oder Bezirksliga melden, kann erst entschieden werden, wenn feststeht, wer Vorsitzender ist“, sagt Schulze.