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Lousberglauf: Läuferinnen und Läufer stürmen den „Teufelsberg“

Lousberglauf : Läuferinnen und Läufer stürmen den „Teufelsberg“

Am Mittwochabend fand der diesjährige Lousberglauf statt. Knapp 1600 Teilnehmende stellten sich der Herausforderung. Auf und an der Strecke stand der Spaß im Vordergrund.

Nach zwei Jahren Coronapause startete der 33. Lousberglauf powered by Stawag am Mittwochabend wie gewohnt – und doch war manches anders! Viele neue Studierende hatten erstmalig die Gelegenheit, den Kultlauf in Präsenz zu absolvieren. Zudem gab es Ungewohntes zu vermelden, der Lauf war nicht ausverkauft. Knapp 1600 Läuferinnen und Läufer versuchten sich an den Bestzeiten, viele hochmotiviert, die meisten aber unter dem Motto: „Dabeisein ist alles“. Vor allem die Teilnehmenden der beiden Universitäten aus Köln und Dortmund gingen mit dem nötigen Ernst auf die Strecke, sollte doch eines von beiden Teams am Ende den NRW Unilauf-Cup mit nach Hause nehmen. Die Mannschaft aus Aachen war in diesem Jahr nicht auf den vorderen Rängen zu finden, ein neuer Versuch steht für 2023 auf der Agenda.

„Wir freuen uns alle, dass die Veranstaltung wieder in Präsenz abgehalten werden kann“, sangen die beiden Prorektoren von RWTH und FH, Professor Dr. Malte Brettel und Professor Dr. Josef Rosenkranz im Pressegespräch das Lied vieler Veranstalter. Die Gemeinschaft der Studierenden habe in den beiden vergangenen Jahren gelitten, schließlich machten auch solche Veranstaltungen wie der Lousberglauf ein Studentenleben aus, das anschließende Bier inbegriffen. Peter Lynen, Leiter des Hochschulsportzentrums sah nicht zuletzt durch diesen Lauf eine hohe Verbundenheit zur Stadt Aachen und ihren Bürgern. „Unser Kerngeschäft ist das tägliche Sportangebot für die Studierenden, solche Veranstaltungen sind die Höhepunkte im Sportjahr“, sah er eine große Bedeutung des Sports für das studentische Zusammenleben.

Seit Jahren ist die Stawag als Sponsor fest dabei. „Wir haben vom ersten Moment an großen Spaß daran gehabt, diesen Event zu unterstützen. Das wird auch noch lange so bleiben“, machte sie den Veranstaltern große Freude. Ute von Drathen vom Studierendenwerk Aachen sorgt mit ihren Leuten in jedem Jahr für viel praktische Unterstützung. „Wir stellen die Toiletten in den Türmen zur Verfügung, der Strom wird aus den Häusern genommen und die Hilfskräfte kommen aus der Bewohnerschaft“, freut sie sich über große Hilfsbereitschaft. Derweil wärmten sich die Protagonisten auf, nicht immer in klassischer Sportmontur. Da lief eine Gruppe in Pfadfinderkleidung, die Fahne der Fachschaft Maschinenbau war deutlich sichtbar, ein Eichhörnchenkostüm versteckte einen unbekannten Sportler, Schildkrötenpanzer aus Pappe wurden den Berg hinaufgeschleppt und eine Gruppe war mit Schwimmbrillen und sonstigem Badezubehör unterwegs. Der Spaß war in jedem Fall ein ungemeldeter Teilnehmer.

Auf den Terrassen und Balkonen entlang der Strecke wurden die Logenplätze eingenommen, niemand wollte den Startschuss verpassen. Als dieser erfolgte, trennte sich auf den anspruchsvollen ersten 500 Metern früh die Spreu vom Weizen, und der Sieger bei den Männern, Jonathan Dahlke erreichte das Ziel mit deutlichem Vorsprung vor Lothar Wyrwoll und Henrik Hoffmann. Die Damenwertung ging an Esther Jacubitz vor der Siegerin von 2019, Julia Kümpers sowie Berit Scheid. Mit gebührendem Abstand fanden schließlich alle den Weg ins Ziel, einige hatten die Strecke erkennbar unterschätzt. Aber im nächsten Jahr dürften die Startnummern dennoch wieder knapp werden, schließlich ist bei 2000 Anmeldungen Schluss.