Aachen: Ladies in Black: Die Chance auf den Sieg über ein Topteam

Aachen : Ladies in Black: Die Chance auf den Sieg über ein Topteam

Am Freitagmorgen sind die „Ladies in Black“ Aachen in den Mannschaftsbus gestiegen, um am Samstag (17.30 Uhr) 660 Kilometer weiter ihre letzte Chance in der laufenden Saison der Volleyball-Bundesliga zu nutzen.

„Am Wochenende haben wir in Dresden die letzte Gelegenheit, ein Topteam der Liga zu schlagen“, hatte Aachens Trainerin Saskia van Hintum schon kurz nach dem 3:0-Erfolg über Erfurt den Blick nach vorne gerichtet. „Wir haben im Hinspiel gezeigt, dass wir mit Dresden mithalten können“, sieht die Niederländerin ihr Team nicht chancenlos. „Aber wir dürfen keinen Moment lockerlassen.“

Tatsächlich haben die Aachenerinnen bislang nur gegen die enteilten Mannschaften Stuttgart, Schwerin und Dresden noch nicht gewonnen, aber zur Wahrheit gehört auch, dass die „Ladies“ noch nie so eng dran waren, den „Großen Drei“ eine Niederlage beizubringen.

Zum Auftakt mussten sich die Aachenerinnen in Stuttgart zwar in vier Sätzen geschlagen geben, hatten aber insgesamt nur sieben Punkte weniger. Das Ergebnis von 25:21 23:25 25:23 25:22 für Stuttgart zeigt, welche Kleinigkeiten letztlich über den Ausgang entschieden. In Schwerin blieb die Mannschaft von van Hintum zwar ohne Satzerfolg, dafür war das Satzergebnis in den ersten beiden Durchgängen noch dramatischer: Mit 28:26 und 29:27 musste sich der amtierende Meister den Erfolg erkämpfen und erschwitzen.

Kaum weniger spannend verliefen die drei Aufeinandertreffen an der Neuköllner Straße. Dabei ist vor allem das packende Duell gegen Schwerin in Erinnerung: Die „Ladies“ gerieten im ersten Satz unter die Räder, schlugen im zweiten erbarmungslos zurück, sicherten sich mit dem Gewinn des dritten Satzes einen Punkt, mussten in den Tiebreak und unterlagen im eigentlich auf 15 Punkte (bei zwei Punkten Abstand) ausgelegten Entscheider mit 23:25.

Gegen Stuttgart und Dresden reichte es je „nur“ zu einem Satzgewinn, doch die Resultate der vierten Sätze (23:25 gegen Dresden, 25:27 gegen Stuttgart) sprechen auch hier ihre eigene Sprache.

Dresden rangiert nach dem 0:3 in Schwerin auf dem dritten Rang, die Aachenerinnen stehen nur einen Platz darunter. „Das ist zwar das Aufeinandertreffen des Dritten und des Vierten, aber der Abstand ist so groß, dass wir da nicht mehr herankommen können“, meint van Hintum — und hat ein ganz anderes Ziel im Hinterkopf: „Nach Dresden noch den Doppelspieltag vor eigenem Publikum, dann zum Abschluss das direkte Duell in Wiesbaden. Und dann stehen auch schon die Play-offs vor der Tür. Dafür wollen wir uns die optimale Ausgangslage verschaffen.“ Und warum nicht mit Punkten aus Dresden?

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