Aachen: Konkurrenzkampf im Kader bleibt hoch

Aachen: Konkurrenzkampf im Kader bleibt hoch

Am Mittwochabend hatte Saskia van Hintum einen „Fernsehabend“ als Pflichttermin: In der Volleyball-Bundesliga trafen der Schweriner SC und der SC Potsdam aufeinander. Der amtierende Deutsche Meister ist der kommenden Gegner der „Ladies in Black“ Aachen am Samstag, gegen den SCP müssen die Aachener Spielerinnen dann eine Woche später antreten.

„Die Bilder sind nicht schlecht, um einen allgemeinen Überblick zu bekommen, die Feinarbeit als Vorbereitung auf den Gegner erfolgt dann allerdings am Rechner“, erläutert van Hintum.

Die Schwerinerinnen müssen zwar gleich zu Saisonbeginn einen eng getakteten Spielplan abarbeiten, haben jedoch den Vorteil, dass sich ein Großteil des Kaders aus der Nationalmannschaft kennt — und Vereinstrainer Felix Koslowski zugleich Bundestrainer ist. Einschüchtern lassen wollen sich die „Ladies“ davon allerdings nicht — und schon gar nicht nach der überzeugenden Vorstellung beim 3:1-Erfolg über Vilsbiburg. „In der Bundesliga geht es sehr eng zu. Das hat man gesehen, als wir im zweiten Satz nur ein wenig nachgelassen haben und den Satz abgeben mussten“, weist van Hintum auf den einzigen Schwachpunkt in der Partie hin.

Keine feste Startformation

Überragend sei dagegen die kämpferische Leistung ihrer Spielerinnen gewesen, lediglich das erste Angriffstempo sei ihr etwas zu kurz gekommen. „Das haben wir zu Beginn zu selten gespielt, in den letzten beiden Sätzen ist es dann besser geworden“, hat die Aachener Trainerin die Partie ausgewertet. Trotz der guten Mannschaftsleistung will sich van Hintum nicht auf eine Startformation festlegen lassen. „Ich mache das davon abhängig, wie sich die Spielerinnen im Lauf der Trainingswoche anbieten. Bis auf unsere Libera Kirsten Knip ist keine Spielerin für die Startformation gesetzt“, hält die Niederländerin den Konkurrenzkampf im Kader hoch.

Besonders heiß dürfte die Position der Diagonalangreiferin umkämpft sein, gegen Vilsbiburg bestritt Jelena Sunjic einen Großteil der Begegnung, doch auch Frauke Neuhaus ist eine Option. Und das „nicht gesetzt“ sein dürfte nach dem Auftaktspiel auch kaum auf Nicole Oude Luttikhuis zutreffen: Die 19-jährige Außenangreiferin war mit 17 Punkten (50 Prozent Erfolgsquote) erfolgreichste Aachener Angreiferin.

(rom)