Kader von Ringer-Bundesligist Eintracht Walheim bleibt wohl zusammen

Ringen : Eintracht Walheim: Ein Team ohne Abstiegssorgen

Im Kader des Ringer-Bundesligisten wird es in der nächsten Saison wohl keinen großen Umbruch geben. Die Zugänge Alberts Jurcenko und Robert Fritsch erweisen sich als „Volltreffer“.

Prophet muss man nicht sein, um nach einer nicht ganz so erfolgreichen, aber soliden Saison des Ringer-Bundesligisten Eintracht Walheim davon auszugehen, dass der Großteil der Mannschaft auch im kommenden Jahr zusammenbleiben wird. Das Saisonziel Play-offs verpasste das Team um Spielertrainer Yaschar Jamali zwar und muss nun zuschauen, wenn aus der Nordwest-Gruppe Heilbronn (gegen Urloffen), Mainz (gegen Hallbergmoos) und Witten (gegen Adelhause) sowie Köllerbach gegen Burghausen am kommenden und übernächsten Samstag die Viertelfinals um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft bestreiten. Dennoch schnitt die Eintracht mit Tabellenplatz fünf leistungsgerecht ab.

„Es war eine durchwachsene Saison. Einer guten Hinrunde folgte eine mäßige Rückrunde. Platz fünf in der Endabrechnung geht in Ordnung, obwohl das eigentliche Ziel, das Erreichen der Endrunde, nicht in die Tat umgesetzt werden konnte“, resümierte Teamsprecher Dieter Otto. Das lag zum Teil auch an dem Problem in der 57-Kilogramm-Klasse. Stand in der Hinrunde noch Adrian Mosa zur Verfügung, musste anschließend der eine Gewichtsklasse höher angesiedelte Ersatzmann Dennis Schmitz das notwendige Kontingent füllen. So gab Walheim alle Rückrundenkämpfe im Leichtgewicht mit 0:4 ab.

„Wir arbeiten im Hinblick auf die nächste Saison seit geraumer Zeit sehr intensiv an der Verpflichtung möglichst zweier Ringer in beiden Stilrichtungen für diese Gewichtsklasse“, hofft Eintracht-Vorsitzender Engelbert Heck auf die Lösung des Problems.

Als „Volltreffer“ erwiesen sich die Verpflichtungen von Alberts Jurcenko und Robert Fritsch (beide Klasse bis 75 Kilogramm), die einen bärenstarken Eindruck hinterließen. So lieferte Jurcenko in seinen 13 Saisonkämpfen 27 Mannschaftspunkte ab, während es Fritsch auf 20 Zähler in einem Dutzend Kämpfe brachte. Und wenn Dieter Otto sagt, „Zviad Metreveli ist die Bank schlechthin“, bringt er dessen Leistung auf den Punkt. „Der georgische Riese“ knöpfte sich seine Gegner überzeugend in seinen elf Kämpfen vor, dass am Ende 18 Zähler zu Buche standen. Ein Mannschaftspunkt mehr stand für Edgar Babayan auf den Zetteln, „aber in dem wichtigen Kampf gegen Witten war er leider komplett von der Rolle“, erinnert Otto daran, dass Babayan an diesem Abend gegen Daniel Aleksandrov mit 0:4 wegen technischer Überlegenheit des Gegners erstaunlicherweise keine Chance hatte.

Zu denen, die gleichfalls eine ganz starke Saison auf die Matte gelegt haben, gehört sicherlich auch Robin Pelzer, der es in seiner Gewichtsklasse (66 und 71 Kilogramm) nur mit hochkarätigen Gegnern zu tun hatte.

Längst in der Erstklassigkeit etabliert und zuverlässige Ringer mit großem Potenzial sind die Eigengewächse des Vereins. In diesem Bereich darf man der Eintracht eine Vorreiterrolle zuschreiben: Mit Yaschar Jamali in der Rolle des Trainers, der nach wie vor mit großer Zuverlässigkeit auf der Matte steht, gelang Walheim ein Glücksgriff, als es darum ging, für Klaus Sailer einen Nachfolger am Mattenrand zu finden. Er, sein jüngerer Bruder Purya, Maximilian Otto, der alle 14 Saisonkämpfe bestritt, und Martin Otto bilden den Kern jener Mannschaft, die zuweilen zwar die eine oder andere personelle Sorgenfalte glätten musste, die aber ein Problem sicher nicht bekommt: Eintracht Walheim wird so, wie sich die Mannschaft in der abgelaufenen Saison präsentiert hat, auch künftig mit Abstieg oder dem letzten Tabellenplatz nichts zu tun haben.

Zu den Eigengewächsen des Klubs gehört natürlich auch Kasim Aras. Das Schwergewicht bestritt in seiner Stilart griechisch-römisch die komplette Hinrunde und einen Freistilkampf in der Rückrunde, nach deren Ende Vereinschef Engelbert Heck mit Blick in die Zukunft sagt: „Wir sind für Gespräche offen. Das betrifft die ganze Mannschaft.“ Die Verantwortlichen haben nun bis Ende Januar Zeit, das Team für die kommende Saison zusammenzustellen, das dann dem Deutschen Ringerbund namentlich benannt werden muss.

(wp)
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