Eschweiler: Indeland-Triathlon: Ab 10 Uhr geht es ins Wasser

Eschweiler : Indeland-Triathlon: Ab 10 Uhr geht es ins Wasser

„Alle 1700 Startplätze sind vergeben, das ist eine Premiere“, hatte Landrat Wolfgang Spelthahn schon vor drei Wochen freudig verkündet. Die Zahlen sprechen für sich, der Indeland-Triathlon, dessen elfte Auflage am Sonntag stattfindet, ist längst etabliert — bei den Profis ebenso wie bei den Hobbysportlern, im Inland ebenso wie in den Benelux-Staaten.

Und auch in diesem Jahr kommen wieder vier russische Sportler in die Grenzregion. Über 500 Anmeldungen liegen alleine für die „Königsdisziplin“ vor, im Indeland die Mitteldistanz.

Vor dem Großereignis gibt es heute eine Premiere — den 1. Indeland-TriKids: Im Freibad Eschweiler/Dürwiß wird erstmals ein Triathlon für Starter zwischen sechs und 13 Jahren ausgerichtet. Los geht es um 16 Uhr. „Wir wollen ja auch bei der 30. Auflage noch Starter haben“, begründet Spelthahn, warum man nun auch den Nachwuchs in den Mittelpunkt stellt.

Bei der Siegerehrung können die Kids eine der Favoritinnen für die Mitteldistanz kennenlernen: Mareen Hufe (TV Voerde), die 2014 den Indeland-Triathlon gewann und in den beiden Folgejahren die Plätze zwei bzw. drei belegte. „Ich werde eigens einen Tag früher anreisen und die Medaillen verteilen“, sagt Hufe und mit einem Seitenblick auf Astrid Stienen: „Astrid, komm‘ doch auch, dann kannst Du schon mal üben.“

Stienen, die 2016 die Mitteldistanz gewonnen hatte, im vergangenen Jahr aber verletzt passen musste, gehört zwar allgemein zu den Favoriten, wird aber in diesem Jahr auf keinen Fall gewinnen. „Ich möchte nur ins Ziel kommen, egal wie“, sagt die 39-Jährige lachend. Die erfolgreichste Triathletin der Region, die 2016 u. a. den Ironman in Hawaii gewann, erwartet ihr erstes Kind, ob sie startet, wird sich daher erst kurzfristig entscheiden. „Das hängt von der Tagesform ab. Aber ich bin immer so von den Zuschauern unterstützt worden, jetzt möchte ich etwas zurückgeben“, ist für Stienen, die 2016 in 4:10,31 Stunden gewonnen hatte, ein Start Ehrensache.

Mareen Hufe, die 2017 beste Deutsche beim Ironman auf Hawaii war, bekommt es mit harter Konkurrenz zu tun: Neben Verena Walter (Iserlohn), die vor zwei Wochen in Bonn gewann, will vor allem Vorjahressiegerin Steffi Jansen (PTSV Aachen) ihren Erfolg wiederholen. 4:30,42 Stunden benötigte sie für die Mitteldistanz, das sind 1,9 Kilometer Schwimmen, 88 Kilometer Radfahren und 20 Kilometer Laufen. Über die Kurzdistanz zählt Kirstin Jauch (DLC Aachen) zu den Favoritinnen.

Auch bei den Männern ist mit Simon Jung (Buschhütten) der Vorjahressieger wieder am Start. Einer seiner ärgsten Konkurrenten ist Johann Ackermann (Köln), der 2015 und 2016 die Mitteldistanz gewonnen hatte, 2017 aber Jung den Vortritt lassen musste. Auch Fabian Rahn (AS Düren 12), 2015 Dritter und 2016 Zweiter, peilt einen Platz auf dem Treppchen an.

Der erste Startschuss erfolgt am Sonntag um 10 Uhr (zur Mitteldistanz Frauen; Männer 10.15) am Blausteinsee. Die Radstrecke führt durch das Tagebaugebiet, ehe es im Aldenhovener Römerpark vom Rad auf die Laufstrecke geht. Die ersten Teilnehmer könnten — gemessen an Jungs Siegerzeit von 2017 (3:53,20 Stunden) — bereits ab 14 Uhr im Ziel erwartet werden.

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