HVM-Pokalfinale in Gelpe/Strombach

Handball : BTB will sich mit Titel belohnen

Der Handball-Nordrheinligist gastiert im Finale des Mittelrheinpokals bei Gelpe/Strombach. Die Weidener Frauen stehen ebenfalls im Endspiel.

HVM-POKAL-FINALE

Gelpe/Strombach – BTB Aachen: Im Finale um den Handball-Mittelrheinpokal geht es für den Nordrheinligisten zu einem alten Bekannten aus Oberligazeiten. BTB-Trainer Martin Becker und die Burtscheider Verantwortlichen hätten gerne die Finalspiele ausgetragen, jedoch erhielt Gelpe/Strombach den Zuschlag. Becker sagt vor der langen Reise ins Oberbergische: „Wir wollen dort den Pokal holen und uns für die nächste Runde auf dem Weg zum Amateur-Pokal qualifizieren.“ Die Gastgeber spielen bislang eine starke Saison und liegen punktgleich mit dem Ersten Derschlag auf Tabellenplatz zwei in der Oberliga.

„Wir treffen auf eine eingespielte Mannschaft, gegen die es sehr schwer werden wird, zu gewinnen“, verdeutlicht der BTB-Trainer. Verzichten muss der Coach auf Felix Saive-Pinkall, Julius Schlumberger, Felix Horn, Chris Zylus und Robin Bleuel. „Dennoch wollen wir den Gastgebern unser Spiel aufdrücken und sie offensiv attackieren, um am Ende siegreich zu sein“, sagt Becker selbstbewusst.

FRAUEN, HVM-POKAL-FINALE

Strombach – Weiden: Nach dem Punktgewinn in Straelen wartet die nächste reizvolle Aufgabe auf das junge Weidener Team. Es geht um den direkten Einzug in die erste Runde des DHB-Pokals. In der Eugen-Haas-Halle wartet Gastgeber Strombach auf den HC, der als Aufsteiger in die Nordrheinliga Gegner im Finale ist. HC-Trainer Marc Schlingensief: „Unser Vergleich aus der vorletzten Woche wird keine große Rolle spielen, da die Bedingungen ganz andere sein werden.“ Der Coach verweist darauf, dass „Strombach sich von der Verletzung von Denise Szakacz nicht hat beirren lassen und eindrucksvoll in Lank gewonnen hat“. Sie verstehen es, „die Verantwortung auf viele Schultern zu verteilen. Das macht sie jetzt noch stärker“. Der HC reist voraussichtlich nur mit einem dezimierten Kader an. „Besonders schwerwiegend ist der Ausfall unserer Keeperin Elke Knooren“, empfindet der Trainer. Er nimmt zwei Nachwuchstorhüterinnen mit. Schlingensief ergänzt: „Wenn die Angriffsquote stimmt, rechne ich mir Chancen aus.“

KREIS-A-POKAL, VIERTELFINALE

Weiden II – Birkesdorf (Fr., 20.15, Parkstraße): Der Fünfte der Verbandsliga, der am Samstag bei Opladen II deutlich unterlag, empfängt den Tabellensechsten der Oberliga, der am vergangenen Sonntag den Tabellenführer bezwang. Unter diesen Vorzeichen sind die Gäste als eindeutiger Favorit zu betiteln. Dennoch möchte HC-Trainer Philipp Havers vor heimschem Publikum alles versuchen: „Die Rollen sind klar verteilt. Das hat der BTV unlängst an vergangenen Wochenende unterstrichen, als das Team von Trainer Boris Litz mit seinem kompromisslosen Tempohandball die Liga aufgemischt hat. Gegen die Dürener dürften die Trauben, auch wenn wir zuhause antreten, zu hoch hängen.“ Der Coach ergänzt: „Durch den Ausfall von Simon Consoir müssen wir darüber hinaus ohne unseren besten Torschützen und damit auch ohne etatmäßigen Rückraumlinken antreten, was die Aufgabe nochmals unrealistischer erscheinen lässt. Wir werden unser Heil in einer guten Defensivleistung suchen, um nicht allzu heftig unter die Räder zu kommen.“

Stolberg – BTB Aachen II (Sa., 19.45, Glashütter Weiher): Der Spitzenreiter Stolberg empfängt den punktgleichen Tabellenzweiten im A-Pokal-Viertelfinale. Beide Teams trennen lediglich vier Tore. Das Saisonhinspiel endete im Gillesbachtal 24:24. SSV-Übungsleiter Bernd Schellenbach möchte gerne ins Halbfinale einziehen und hofft auf ein Heimspiel gegen den Oberligisten vom HC Weiden: „Bei uns werden Tamino Kleinhöfer und Miguel Lozano definitiv fehlen. Wir werden im Hinblick auf die kommenden Aufgaben in der Liga einiges ausprobieren und auch mal in anderen Formationen auflaufen. Ich erwarte zwar ein typisches Pokalderby, aber ich glaube, dass beide Teams ihren Fokus mehr auf die Liga gerichtet haben. Spielerisch können wir mit jedem Team mithalten.“

Für BTB-Trainer Philipp Reinartz ist das Weiterkommen im Pokal eher zweitrangig: „Das ist unser erstes Pokalspiel, weil wir in Runde eins ein Freilos hatten. Unser Fokus liegt auf dem nächsten Saisonspiel, weniger auf den Pokal. Wir rechnen uns nicht viel aus, weil viele Spieler urlaubsbedingt fehlen werden. Wir müssen demnach, auch im Blick auf die Saison, alternative taktische Mittel ausprobieren.“

VERBANDSLIGA

Merkstein – Ollheim-Straßfeld (Sa., 20.00, Gesamtschule Herzogenrath): Der Tabellenzehnte Merkstein erwartet den direkten Verfolger Ollheim-Straßfeld. Beide Teams wollten eigentlich im oberen Tabellendrittel mitspielen, doch jetzt geht es darum, sich von der Abstiegszone abzusetzen. HSG-Trainer Jozo Petrovic sagt: „Die SGO hat sich gut verstärkt, hängt aber den eigenen Erwartungen hinterher. Der Derbysieg zuletzt über Rheinbach II hat ihnen mehr Sicherheit gegeben.“ Der Coach fügt hinzu: „ Wir wollen stabil in der Abwehr stehen und im Angriff unsere klaren Chancen nutzen, um möglichst zwei Punkte zu holen.“ Der komplette Kader steht ihm dabei zur Verfügung.

Opladen II – Bardenberg (Sa., 17.00): Am frühen Samstagnachmittag geht es für die Blau-Weißen zum Tabellendritten nach Opladen. Bei einem Sieg könnte die Reserve des Nordrheinligisten die Tabellenspitze übernehmen. Bardenberg belegt mit 11:7-Punkten den sechsten Platz. VfL-Trainer Daniel Bissmann erwartet eine schwere Aufgabe und sagt: „Der Oberligaabsteiger ist klarer Favorit in der eigenen Halle. Der TuS konnte den letztjährigen Kader nicht nur halten, sondern sich durch Spieler der ersten Mannschaft zusätzlich verstärken. Wir reisen somit als Außenseiter an, auch weil uns einige Spieler fehlen.“

(hec/mali)
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