„Hammer Limburg“: Remco Evenepoel sichert seinem Team den Tagessieg

„Hammer Limburg“ : Remco Evenepoel sichert seinem Team den Tagessieg

Eigentlich sollte Tom Dumoulin zu den 75 Fahrern gehören, die auf dem Vaalser Julianaplein dem Startschuss entgegenfiebern. Eigentlich. Doch der „Schmetterling von Maastricht“ musste einen Tag vor dem Auftakt der „Hammer Limburg“ kurzerhand wegen Knieproblemen absagen.

Ganz verzichten auf das „Heimspiel“ wollte der 28-jährige Giro-d’Italia-Gewinner am Freitag aber nicht. Und so gab der Radsport-Star pünktlich um 15 Uhr den Startschuss zum ersten Teil der dreitägigen Rennserie, dem „Hammer Climb“.

Sechs Runden entschieden

Nur eine Stunde und 46 Minuten später hatte dann auch schon der erste Profi die Ziellinie auf dem Vaalser Berg überquert. Remco Evenepoel sicherte seinem Team Deceuninck-Quick-Step fast im Alleingang den Tagessieg. Sagenhafte sechs der mit zwei heftigen Anstiegen harten acht 8,4 Kilometer langen Runden, die die Radsportler unter anderem durch das Gemeindezentrum an der deutschen Grenze entlang und hinauf zum Dreiländereck führten, entschied der erst 19-jährige Belgier für sich.

In jedem Durchgang gab es dabei Punkte für die ersten zehn Fahrer – insgesamt 1067 sammelte am Ende die Mannschaft Deceuninck-Quick-Step, der polnische Rennstall CCC um Olympiasieger Greg Van Avermaet landete mit 344 Zählern Rückstand auf dem zweiten Platz. Das ist das Besondere der Serie. Gewinnen kann eben kein Einzelner, sondern nur die gesamte Mannschaft; Kommunikation und Kooperation stehen im Mittelpunkt.

„Es war ein sehr anstrengender Tag“, fasste der schnellste Mann des Tages die Kletterpartie zusammen. „Das Rennen ist intensiv“, sagte John Degenkolb bereits vor dem Start mit Blick auf sein bevorstehendes Schicksal. „Schön für die Zuschauer, aber hart für die Fahrer.“ Des einen Freud ist bekanntlich des anderen Leid. So waren es vor allem die bei zunächst strahlendem Sonnenschein zahlreich erschienenen Fans, die voll auf ihre Kosten kamen.

Der „Hammer Climb“ war schnell, abwechslungsreich und spannend. Die erst zwei Jahre junge Serie steht ganz im Zeichen der Unterhaltung und ist maßgenau auf die Bedürfnisse des Publikums, das immer hautnah am Renngeschehen dran war, zugeschnitten. Dazu passt, dass die 15 Teams schon vor Rennbeginn im Rahmen eines Meet & Greets Fahrer, Busse, Fahrräder und Ausrüstung präsentiert hatten. Vor und während des Wettbewerbs gab es ein umfangreiches Programm mit Musik und Tanzeinlagen. Und auch die Kleinsten kamen zu keiner Zeit zu kurz.

Am Samstag geht es mit dem zweiten Rennen der Serie weiter. Der Startschuss des „Hammer Sprint“ fällt ebenfalls um 15 Uhr. Dieses Mal ist der Schauplatz aber der „Tom Dumoulin Bike Park“ in Sittard. Auf flachen acht, 12,4 Kilometer langen Runden müssen die Fahrer vor allem ihre Sprinterqualitäten unter Beweis stellen. Mit den bis dahin gesammelten Punkten starten die Mannschaften dann am Sonntag beim „Hammer Chase“. In dem Verfolgungsrennen, das an gleicher Stelle wie am Vortag stattfindet, wird der Gesamtsieger der Serie ausgefahren.