„Hammer Limburg“: Deceunick-Quick-Step gewinnt das Radspektakel

„Hammer Limburg“ : Deceunick-Quick-Step gewinnt das Radspektakel

Sieg im „Climb“, Sieg im „Sprint“, uneinholbar im „Chase“: Mit einer gewaltigen Dominanz hat das belgische Team Deceunick-Quick-Step die dreitägige Radrenn-Serie „Hammer Limburg“ gewonnen.

Bei der alles entscheidenden Verfolgungsfahrt am Sonntag fuhr die Mannschaft um den belgischen Champion Yves Lampaert und Junioren-Weltmeister Remco Evenepoel in Rennen der Top-Teams mit einem Vorsprung von einer Minute und 56 Sekunden auf den zweitplatzierten deutschen Rennstall Bora-Hansgrohe ins Ziel.

Hinter ihnen lagen kräftezehrende vier 12,4 Kilometer lange Runden in und um den Sittarder „Tom Dumoulin Bike Park“. Zu keinem Zeitpunkt hatte es dabei danach ausgesehen, als könnte die Konkurrenz den 30-Sekunden-Puffer, den sich Deceunick-Quick-Step durch die Leistungen an den Vortagen verdient hatte, wettmachen. Im Gegenteil: Der Abstand wurde sukzessive immer größer, so dass das führende Quintett letztlich ohne Sorge dem Triumph entgegenfahren konnte.

Ansporn, dann doch noch einmal kräftig in die Pedale zu treten, war lediglich die Aussicht auf den Tagessieg. „Mit Blick auf den Gesamtsieg haben wir zunächst versucht, konservativ zu fahren. Doch als wir gehört haben, dass wir gut in der Zeit liegen, haben wir in der letzten Runde alles gegeben“, sagte Michael Mørkøv vom belgischen Rennstall nach dem kräftezehrenden „Hammer Chase“. Für die beste Zeit aller Teams reichte es dennoch nicht. Denn das Kollektiv Mitchelton-Scott war im separaten Rennen der sieben Mannschaften auf den letzten Plätzen, der sogenannten Runner-up-Gruppe, 30 Sekunden schneller.

Totale Dominanz

Den Hattrick aus Siegen in allen drei Wettbewerben verpasste Deceunick-Quick-Step damit nur knapp, was an der Überlegenheit nichts änderte. Beim Auftakt am Freitag in Vaals, dem „Hammer Climb“, hatte der belgische Youngster Remco Evenepoel (19) fast im Alleingang dafür gesorgt, dass sein Team mehr Punkte sammelte als die 14 übrigen Rivalen.

Einen Tag später hießen die Prota­gonisten Fabio Jakobsen und Yves Lampaert. Abwechselnd fuhren sie beim „Hammer Sprint“, das wie der „Chase“ in Sittard ausgetragen wurde, Runde für Runde vorne mit – so gab es am Ende wieder über 1000 Zähler. Der Lohn für die große Überlegenheit: Die „Pole Position“ für das erwähnte Entscheidungsrennen.

Der innovative Modus der „Hammer Series“, die in Limburg, Stavanger (Norwegen) und Hongkong ausgetragen werden, ist im Radsport einmalig und lockte in diesem Jahr wieder zahlreiche Zuschauer an die deutsch-niederländische Grenze. Selten kommen Fans so nah an Stars wie Sprintass John Degenkolb und Olympiasieger Greg van Avermaet ran. Einziger Wermutstropfen: Lokalmatador Tom Dumoulin, 

Giro-d’Italia-Gewinner von 2017, musste die Teilnahme an dem Event in seiner Heimat kurzfristig verletzungsbedingt absagen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: „Hammer-Series“ in Vaals startet mit Hammer Steigung