Aachen: Hallencup-Finale: Wegberg-Beeck jubelt

Aachen: Hallencup-Finale: Wegberg-Beeck jubelt

Zehn Sekunden vor Schluss- 3:3, und es lief alles auf eine Verlängerung hinaus. Die Spieler des FC Wegberg-Beeck spielten auf Ballsicherung, riskierten dann doch einen letzten Angriff nach vorne. Und durften nach einem dicken Defensivpatzer von Borussia Freialdenhoven genau 6,6 Sekunden vor Schluss jubeln.

Wie schon 2013 gewann der Herbstmeister der Fußball-Mittelrheinliga das Finale um den Sparkassen-Hallencup, der von unserer Zeitung präsentiert wird. „Das war etwas glücklich, aber Glück gehört in der Halle dazu“, kommentierte FC-Coach Friedel Henßen nach dem erneuten Titelgewinn strahlend. „Wenn wir ein Turnier bestreiten, dann wollen wir auch gewinnen.“

Durch die Vorrunde in Heinsberg war der Favorit locker durchmarschiert und bekam dann gleich im ersten Endrundenspiel von Landesligist SV Eilendorf die Grenzen aufgezeigt. Die 3:4-Niederlage war eine Überraschung. „Mittelrheinliga gegen Landesliga - das macht in der Halle keinen Klassenunterschied. Nach der 2:0-Führung haben wir einen Gang rausgenommen und sind nach einigen unglücklichen Schiedsrichterentscheidungen ins Hintertreffen geraten.“ Eine klare Angelegenheit wurde dann die Partie gegen Liga-Kollege Viktoria Arnoldsweiler, der den SVE nur knapp mit 6:5 geschlagen hatte. 7:2 führten die Beecker zur Pause, ehe die Grün-Weißen noch auf 5:8 verkürzen konnten - das Torverhältnis sprach allerdings für den Titelverteidiger. „In den ersten zehn Minuten haben wir klasse Fußball gezeigt, danach aber etwas zurückgeschaltet“, war Henßen zufrieden.

Im Finale gegen Freialdenhoven lag der FC allerdings nach sieben Minuten überraschend mit 0:2 hinten. 26 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff drehte Wegberg-Beeck durch Fabio Ribeiro, der auch zum besten Spieler des Turniers gekürt wurde, das Spiel sogar. 40 Sekunden nach Wiederanpfiff glich Niklas Schregel für die Borussia aus.

Bis 6,6 Sekunden vor dem Schlusspfiff hatte das Remis Bestand. „Und dann gratulieren wir wieder einmal Wegberg-Beeck artig zum Sieg“, war Freialdenhovens Co-Trainer Michael Kruskopf, der den verhinderten Wilfried Hannes an der Bande vertrat, enttäuscht. „Wir haben ganz gut ins Spiel gefunden, die 2:0-Führung aber durch zwei individuelle Fehler wieder verspielt. Und am Ende hat uns einfach die Cleverness gefehlt - und wir sind wie im vergangenen Jahr Zweiter. Da wir im Verein aber eine Entwicklung mit jungen Spielern durchmachen, ist Platz 2 schon vernünftig.“ Auf dem Weg ins Finale hatte die Borussia zuerst den SV Breinig mit 3:2 sowie Rhenania Richterich, das nach der 1:4-Niederlage gegen Breinig mit offenem Visier agierte, mit 6:0 geschlagen.

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