Hallencup: Gelingt dem SV Breinig der nächste Coup?

Hallencup : Gelingt dem SV Breinig der nächste Coup?

Der Fußball-Mittelrheinligist SV Breinig geht beim Hallencup als Titelverteidiger ins Rennen. Am Freitag steigt der Auftakt in Düren.

Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Torjägerkanone: Alemannias Mergim Fejzullahu und Breinigs Jan-Henrik Rother lieferten sich einen offenen Schlagabtausch bei der Endrunde des 34. Sparkassen-Hallencups. Am Ende erzielten die beiden überragenden Akteure jeweils zwölf Treffer. Der SV-Kapitän wurde als Top-Torjäger mit einer Urkunde geehrt und Fejzullahu zum besten Spieler des Turniers bestimmt.

Bei der 35. Auflage des am hochkarätigsten besetzten Hallenfußballturniers der Region wird Fejzullahu jedoch keine Rolle spielen. Der 24-Jährige steht mittlerweile bei Eintracht Braunschweig unter Vertrag, auch wenn der Drittligist ihn vergangene Woche vom Training freistellte und ihm nahelegte, sich einen neuen Klub zu suchen. Doch auch bei einem Wintertransfer zum Tivoli wäre eine Rückkehr auf den Hallenboden an der Neuköllner Straße ausgeschlossen, denn die Alemannia hat für das Turnier 2018/19 nicht gemeldet. Trainer Fuat Kilic ist das Verletzungsrisiko zu hoch, da der Fußball-Regionaligist bereits am 8. Februar die Saison mit dem Nachholspiel gegen den 1. FC Köln II fortsetzt.

Im Gegensatz zu den Schwarz-Gelben ist der SV Breinig wieder dabei. Das Team von Trainer Michael Burlet geht als Titelverteidiger ins Rennen, nachdem sich der Mittelrheinligist im Finale 2018 gegen die Alemannia souverän mit 8:3 durchsetzte. Dass das Team von der Schützheide den Pokal erneut in die Höhe stemmen möchte, verneint Rother nicht. Dennoch äußert sich der 25-Jährige zurückhaltend: „Die Vorrunde zu überstehen, wird schon schwer genug. Wir müssen unser Spiel wieder durchziehen, denn wir haben eine super Mannschaft – auch in der Halle.“ Beim Turnier 2018 habe sich der SV von Spiel zu Spiel gesteigert, wie der Kapitän unterstreicht: „Wir haben immer mehr Lust bekommen, und am Ende hat es einfach nur noch Spaß gemacht.“

Dass es diesmal nicht zu einem Vergleich mit der Alemannia kommt, findet Rother schade. Dennoch befürchtet der Abwehrspieler durch die Nicht-Teilnahme des Regionalligisten keinen großen Qualitätsabfall. „Die Alemannia ist das klassenhöchste Team der Region und hat eine tolle Mannschaft, aber auch Wegberg-Beeck, Freialdenhoven oder der 1. FC Düren haben eine große Klasse“, verdeutlicht Rother, der mit seinen Teamkollegen am Donnerstag (3. Januar, Halle Neuköllner Straße) in der Vorrundengruppe E auf Landesligist Eintracht Verlautenheide und Bezirksligist FC Roetgen trifft.

Vorrunde in Düren-Birkesdorf

Doch bevor in der Halle an der Neuköllner Straße der Ball wieder rollt, steht am heutigen Freitag (> Infobox) die Vorrunde in Düren an. Zum Auftakt treffen die beiden Mittelrheinligisten Borussia Freialdenhoven und Viktoria Arnoldsweiler um 17.45 Uhr in der Gruppe A aufeinander. Ein Spiel mit vorentscheidendem Charakter, denn der Dritte im Bunde, Bezirksligist TuS Langerwehe, geht als Underdog ins Rennen. „Zum ersten Mal seit 20 Jahren haben wir uns für wieder für dieses Turnier qualifiziert. Daher freuen wir uns darauf, hier als völliger Außenseiter gegen Freialdenhoven und Arnoldsweiler antreten zu dürfen“, sagt TuS-Teammanager Michael Hilgers.

In der Gruppe B geht der 1. FC Düren als Favorit an den Start, auch wenn es für den vor der Saison neu gegründeten Verein die erste Teilnahme beim Hallencup ist. Der Mittelrheinligist misst sich zunächst mit dem A-Ligisten SV Kurdistan Düren, ehe das Duell mit dem Bezirksligisten Schwarz-Weiß Düren ansteht. „Unser Ziel ist es, die Atmosphäre und das Messen mit den Top-Vereinen aus Düren zu genießen“, sagt Kurdistan-Trainer Maik Wengorz und ergänzt: „Vielleicht ist eine Überraschung in der Halle ja möglich.“ Im Finale kämpfen dann die beiden Gruppensieger um das Ticket für die Endrunde, die am Samstag, 5. Januar, ab 15 Uhr in Aachen über die Bühne geht.

In der Erkelenzer Karl-Fischer-Halle (2. Januar, ab 17.45 Uhr) ist der FC Wegberg-Beeck haushoher Favorit. Der Mittelrheinliga-Tabellenführer trifft in der Gruppe C auf die Bezirksligisten Rheinland Dremmen und Union Würm-Lindern. Im Endspiel dürfte sich das Team von Trainer Friedel Henßen wohl auch gegen Union Schafhausen, Germania Teveren oder den 1. FC Heinsberg-Lieck durchsetzten. „Bei allem Respekt vor unseren Gegnern auf Kreisebene: Unser Anspruch muss sein, die Endrunde in Aachen erneut zu erreichen“, sagt Beecks Co-Trainer Dirk Ruhrig.

Spannung versprechen auch die beiden Vorrundentage in Aachen. In Gruppe E (3. Januar, ab 18 Uhr) ist Breinig das Maß aller Dinge. Im Vorrundenfinale könnte es zum Vergleich mit dem SV Rott kommen, die in Gruppe F als Tabellenzweiter der Landesliga leichter Favorit sind.

Das letzte Ticket für die Endrunde wird am Freitag, 4. Januar (ab 18 Uhr), ebenfalls in der Aachener Halle an der Neuköllner Straße vergeben. Hier ist Mittelrheinligist VfL Vichttal favorisiert.

Für die klassenhöchsten Klubs wird der Weg in die Endrunde sicher kein Selbstläufer, zumal aus den Vorrunden in Erkelenz und Düren sowie den beiden Aachener Vorrunden nur je ein Gruppenzweiter weiterkommen wird. „In der Halle ist alles möglich“, weiß Jan-Henrik Rother. „Die Vorfreude ist riesig, denn das Turnier ist immer ein Highlight.“

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