Ganser, Wolf und Weitz bei der Triathlon-WM im Ziel

Triathlon : Erfolgreiches Abenteuer auf Hawaii

Markus Ganser, Alexander Wolf und Matti Weitz kommen bei der Triathlon-WM mit guten Zeiten ins Ziel.

Sie haben das Abenteuer gut überstanden. Und erfolgreich. Jedenfalls sind die Athleten aus der Region zufrieden mit ihren Leistungen, die sie beim Fabelweltrekord des deutschen Siegers Patrick Lange gebracht haben. An die Zeit des erfolgreichen Titelverteidigers (7:52:39 Stunden) beim Ironman auf Hawaii, der Weltmeisterschaft im Triathlon, kamen Markus Ganser (Stolberg), Alexander Wolf (Aachen) und Matti Weitz (Zürich/Aachen) verständlicherweise nicht heran. Aber in ihren Altersklassen absolvierten sie durchaus bemerkenswerte Rennen.

So lief Markus Ganser in der Alterklasse 45-49 nach 10:16:11 Stunden über die Ziellinie (Platz 125). Sein Mannschaftskollege Alexander Wolf vom Tri Team des Brander SV absolvierte die 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer auf dem Rad und den abschießenden Marathon (42,2 Kilometer) in 9:40:29 Stunden (Platz 14/AK 50-54).

Auf dem Rad Zeit gutgemacht

Der in Zürich lebende gebürtige Aachener Matti Weitz von Trigether Triathlon Club Zürich beendet das Rennen nach 9:38:59 Stunden auf Platz 55 seiner Altersklasse 25-29.

Nachdem um kurz nach sieben Uhr am frühen Morgen der Kanonenschuss ertönt war, stürzten sich rund 1200 Männer in den Atlantik und nahmen die 3,8 Kilometer im Wasser in Angriff. Alexander Wolf meisterte den Kurs in 1:04 Stunden, dicht gefolgt von Markus Ganser (1:07). „Die anschließende Radstrecke war wellig bis bergig und ist durch den häufig starken Wind sehr schwer“, sagt Ganser, der in seiner Paradedisziplin nach 4:39 Stunden weit nach vorne fuhr. Auch Alexander Wolf bestätigte mit einer guten Radzeit seine Trainingsleistungen. Er war nach 4:59 Stunden wieder in der Wechselzone.

Für Wolf begann hier der eigentliche Wettkampf, da er ein ausgezeichneter Läufer ist. Den Marathon ging er aber konservativ an, „weil durch die Mittagshitze von 30 Grad das Laufen sehr erschwert wird“, erzählt er. 30 Grad im Schatten sind normal. Nur: Schatten gibt es auf Hawaii nicht. Ganser: „So liegt die reale Temperatur in den reflektierenden Lavafeldern um die 45 Grad.“ Wolf konnte sein Tempo aber gut durchziehen und überholte viele Konkurrenten. Bei Kilometer 16 lief er dann auch an seinem Teamkollegen Ganser vorbei, der mit der Hitze sehr zu kämpfen hatte.
Drei Stunden und 29 Minuten im Marathon summierten sich für Wolf auf eine Gesamtzeit, mit der „ich sehr zufrieden bin“, sagte der 50-Jährige. Ganser kämpfte noch mit sich und musste der kurzfristigen Anreise und der damit nicht vorhandenen Akklimatisierung Tribut zollen. Nach 4:20 Stunden im Marathon überquerte er die Ziellinie und beendete so seine bereits zehnte Hawaii-Teilnahme.

Teilnahme trotz schwerem Unfall

Matthias „Matti“ Weitz, der nach 2016 zum zweiten Mal auf Hawaii startete, nachdem er sich beim Ironman in Florida als Zweitplatzierter seiner Altersklasse qualifiziert hatte, war „happy und stolz, dass ich die Karten so gut gespielt habe wie ich konnte“. Dies vor allem vor dem Hintergrund, dass er ein neues, noch ungewohntes Rad lenken musste. Seine Rennmaschine war bei einem schweren Trainingsunfall im August zu Bruch gegangen, als ihm an der Uferstraße des Züricher Sees ein Pkw die Vorfahrt genommen hatte. Weitz zog sich schwere Prellungen und Sehnenverletzungen zu. „Nach einer schwierigen Zeit mit dem Radunfall habe ich mein Bestes gegeben“, sagte er.

(wp)
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