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Aachen: FVM-Pokal: Rott will gegen Alemannia keinen Beton anrühren

Aachen : FVM-Pokal: Rott will gegen Alemannia keinen Beton anrühren

Das Jahr war gerade ein paar Tage alt, da kam es zum ersten intensiven Kontakt. Im Vorrunden-Eröffnungsspiel um den Sparkassen-Hallencup traf der SV Rott auf Alemannia Aachen. Die Partie war durchaus unterhaltsam, am Ende setzte sich der Favorit vom Tivoli knapp mit 6:5 durch. Mittwochabend (19 Uhr) steht das Viertelfinale des Fußball-Mittelrhein-Pokals an, und wieder spielt der Landesliga-Aufsteiger gegen den ambitionierten Regionalligisten.

„In der Halle ist so ein Duell immer etwas anderes“, sagt Fuat Kilic und schiebt schmunzelnd hinterher: „Ich hoffe schon, dass wir nicht wieder fünf Gegentore kassieren.“ Davon ist auszugehen, aber auch Alemannias Cheftrainer weiß, dass wie schon in den Runden zuvor die nötige Ernsthaftigkeit an den Tag gelegt werden muss, um nicht vorzeitig aus dem Wettbewerb auszuscheiden. „Rott hat in der Defensive einige erfahrene, robuste Akteure und in der Offensive Spieler, die schnell umschalten können“, hat Kilic beim Hallencup beobachtet. „Wir werden mehr Ballbesitz haben und müssen schauen, dass wir unsere Angriffe vernünftig zu Ende spielen.“

Vergangenen Samstag überzeugte seine Mannschaft vor allem in puncto Effektivität, im ersten Meisterschaftsspiel der Restsaison wurde der SC Wiedenbrück mit 3:0 besiegt. „Wir haben eine sehr gute Einstellung gezeigt“, bewertet Kilic den Auftritt gegen den damaligen Tabellendritten. „Wenn uns das auch in Rott gelingt, dann sollte nichts anbrennen.“ Der Einzug ins Halbfinale des Pokalwettbewerbs wird vom FVM mit einem Siegerscheck in Höhe von 9000 Euro belohnt. „Unser Ziel ist es, dass wir uns für das Finale qualifizieren“, blickt Kilic, der seine Mannschaft am Dienstagabend zum Flutlichttraining bitten wird, voraus.

Mit zum Sportpark am Tiergarten werden auch die beiden A-Jugendlichen Marc Kleefisch und Dogukan Türkmen reisen. „Da intensive Tage mit einigen Spielen in der Woche vor uns liegen, müssen wir jetzt immer wieder rotieren“, verweist Kilic auf die dünne Personaldecke.

Einmalige Gelegenheit

Viele Optionen, die Rotationsmaschine anzuwerfen, hat Mirko Braun nicht, nur 14 Feldspieler und drei Torhüter befinden sich aktuell im SV-Kader. „Aber die werden alles in die Waagschale werfen“, kündigt Rotts Trainer an. „Für manche unserer Spieler ist es eine einmalige Gelegenheit, vor so einem Publikum gegen so einen Gegner zu spielen.“ Den Zuschauern will Braun, der als Spieler selbst das Alemannia-Trikot trug, ein attraktives Spiel bieten. „Wir werden nicht mit den Betonmischern kommen“, sagt Braun. „Wir wollen unser Ding durchziehen.“

Was seinem Team vergangenen Sonntag nach den verschlafenen ersten 20 Minuten gegen Glesch-Paffendorf (2:0) dann auch gelungen ist. „Das ist jetzt aber eine andere Nummer. Alemannia ist uns im läuferischen, physischen und technischen Bereich klar überlegen. Aber was haben wir zu verlieren? Die Jungs und ich, wir freuen uns einfach nur riesig auf dieses Spiel.“