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Frauenfußball-Regionalliga: Es fehlt noch ein wenig an der Reife

Frauenfußball-Regionalliga : Es fehlt noch ein wenig an der Reife

Bei Zweitliga-Absteiger Borussia Mönchengladbach verlieren die Frauen von Alemannia Aachen 1:2. Das Regionalliga-Team hätte beinahe einen Punkt mitgenommen.

Da war mehr drin. Die Regionalliga-Fußballerinnen von Alemannia Aachen kehren nach der 1:2-Niederlage mit leeren Händen aus Mönchengladbach zurück. „Wir haben uns die Gegentore durch zwei individuelle Fehler eingeholt“, befand Aachens Trainer Michael Vonderbank. Man habe gut verteidigt. Über 90 Minuten könne man bei einer so starken Mannschaft wie der der Gladbacher Borussia jedoch nicht alles verhindern.

So zum Beispiel in der 15. Spielminute, als Sarah Abu Sabbah nach einem Ballverlust der Alemannia im Mittelfeld am Ende einer schnellen Kombination nach vorne ihre Gelegenheit zum 1:0 nutzte. Mit viel Mühe erarbeitete sich die Alemannia zu Beginn des zweiten Durchgangs den Ausgleich, bei dem Gina Gottschalk überlegt einen Querpass spielte und Lynn Eisenbach fand (50.).

Doch keine zwei Minuten später brachten sich die Gäste schon wieder um ihren Lohn. Wieder spielte Aachen einen Querpass – doch diesmal in der eigenen Abwehr und der Borussin Sarah Schmitz in den Fuß, die sich nicht zwei Mal bitten ließ und für die erneute Führung der Heimelf sorgte.

Aachens Torhüterin Jil Frehse verhinderte mit zwei Glanzparaden weitere Gegentreffer. Mehr Offensivaktionen von Mönchengladbach notierte ihr Trainer allerdings nicht: „Die Borussia hat sich nur wenige Chancen herausgespielt.“ Der Alemannia gelang auf der anderen Seite allerdings auch nicht, mehr daraus zu machen, wenn ein Ball eigentlich gut in den Borussen-Strafraum kam. Letztlich war Michael Vonderbank nicht allzu enttäuscht, dass es ohne Zählbares nach Hause ging, stimmte doch über weite Strecken die Defensivleistung. Offensiv gilt es allerdings, cleverer zu werden. „Wir müssen noch etwas reifer werden und aus ein paar Szenen lernen“, meinte Vonderbank. 

Alem. Aachen: Frehse – Jahr (80. Poth), Scheffler, Keusgen (75. Erkens), Enste – Bartsch, Schweiger (46. Poschmann) – Engels, Eisenbach – Gottschalk, Jendrzejko