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Aachen: Eine doppelte Premiere: Zwei internationale Reitturniere auf dem CHIO-Gelände

Aachen : Eine doppelte Premiere: Zwei internationale Reitturniere auf dem CHIO-Gelände

„National ist fast genauso viel Aufwand wie international. Da haben wir gedacht: Machen wir doch einfach ein Drei-Sterne-CDI.“ Renate Dahmen lacht, als sie das sagt, wohl wissend, was für eine riesige Aufgabe das ist. Zumal: Die Organisatoren des Aachener Dressurvereins (ADV) richten vom 16. bis 18. April nicht nur ein CDI aus, sondern wiederholen das Ganze vom 29. bis 31. Mai gleich noch einmal — benannt: die „Aachen Dressage Days“. Gleich zwei neue internationale Dressurturniere zur Premiere — ein mehr als ungewöhnlicher Einstieg.

Erfahrungen hat das ADV-Team schon gesammelt. 2012 und 2013 richtete man auf dem CHIO-Gelände des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV) zwei nationale Late-Entry-Turniere aus. Geritten wurde — wie auch diesmal geplant — zeitgleich im Deutsche-Bank-Stadion und in der benachbarten Albert-Vahle-Halle. Die gut organisierten Turniere fanden seinerzeit viel Anklang. „Und seither sind wir immer wieder gefragt worden, warum wir nicht wieder ein Turnier machen“, berichtet Dahmen, Ausbilderin und selbst viele Jahre im Dressursattel erfolgreich. „Die Turnierorganisation ist national der gleich Aufwand wie international, ein bisschen mehr Aufwand ist die Organisation mit der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI). Aber ich denke, solche internationalen Turniere auf diesem Niveau sind für die gesamte Reiterei interessant.“

Und auch für die Fans der Dressur wird einiges geboten. Neben einer nationalen S-Dressur, die das Programm in der Albert-Vahle-Halle am Montag, 16. April, um 12 Uhr eröffnet, sucht die Federation von Taipeh ihre Kandidaten für die Asien-Games. „Man hat uns gefragt, ob wir die Sichtung ausrichten können. Es gibt eine Qualifikation mit sechs Reitern am Montagabend“, so Dahmen.

Ausgeschrieben wurden zudem zwei Grand Prix (Dienstag, 9.30 bzw. 13.30 Uhr), die Richtung Kür bzw. Spécial (Mittwoch, 9.30 bzw. 13.30, jeweils im Stadion) führen. Für einige Reiter aus dem Ausland sind diese Prüfungen zugleich WM-Qualifikation. Zeitgleich finden in der Halle schwere Dressuren sowie Prüfungen für Junioren und Junge Reiter statt.

Gemeldet haben unter anderem Reiter aus Deutschland, Frankreich, Japan, Russland, Zypern, dem Iran, Bosnien-Herzegowina, Australien, Kroatien, der Dominikanischen Republik, der Schweiz und den Benelux-Staaten, darunter Ex-Welt- und -Europameisterin Adelinde Cornelissen (Niederlande) und Emile Faurie (Großbritannien). Die Farben der Region vertreten Nadine Capellmann (RV Würselen), Jana Kun (ADV), Jill de Ridder (Hof Roßheide) sowie im Nachwuchsbereich Lisa Prummenbaum aus Kesternich.

Wieder drei Springturniere im Rahmen des „Eschweiler Jumping Festivals“

Nicht nur die Dressurfans kommen im April in Aachen auf ihre Kosten, die Freunde der Springreiterei werden erneut bei gleich drei Turnieren im Rahmen des „Eschweiler Jumping Festivals“ auf der Anlage von Helena und Tim Stormanns in Weisweiler Sport vom Feinsten sehen.

Los geht es mit dem nationalen „Eschweiler Late Entry“ am Dienstag, 17. April, bei dem vor allem die Reiter aus der Region auf dem großen Springplatz mit ihren Pferden Frühlingsluft schnuppern können.

Beim „Eschweiler Young Master“ stehen vor allem die internationalen Nachwuchsreiter in den Altersklassen Children, Junioren und U 25 vom 19. bis 22. April im Mittelpunkt. Daneben bieten die Organisatoren des ausrichtenden Eschweiler Pferdesportvereins zudem wieder ein internationales Zwei-Sterne-Turnier an.

Sogar Weltranglistenpunkte können die internationalen Springreiter beim „Eschweiler Masters“ sammeln, das vom 26. bis 29. April stattfindet. Der „Große Preis von Eschweiler“ am letzten Tag ist ein schweres Springen mit drei Sternen.