Aachen: Duell auf Augenhöhe

Aachen: Duell auf Augenhöhe

„Ausgerechnet“ ist ein strapaziertes Wort, vor allem im Sportjournalismus, aber ausgerechnet an dieser Stelle ist es angebracht: „Wir werden an unserem Heimspieltag nicht mit der stärksten Mannschaft antreten können“, blickt Peter Jansen, Mannschaftsführer des Schach-Bundesligisten DJK Aufwärts Aachen, auf das Wochenende, wenn sein Team in Aachen den Doppelspieltag gegen USV TU Dresden und die Schachfreunde Berlin ausrichtet.

Unerwartet kommt dieses Problem nicht auf die Aachener zu, die sich im zweiten Jahr nach dem Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse bereits im Mittelfeld der starken Liga etabliert haben. „Uns war schon vor Saisonbeginn klar, dass wir an diesem Wochenende personelle Probleme haben werden“, blickt Jansen auf den internationalen Terminkalender: Die Junioren treffen sich zur WM, in Rumänien stehen die nationalen Meisterschaften an — beide Termine reißen Lücken in die Aachener Reihen.

Dennoch sieht Jansen sein Team am Samstag (14 Uhr) gegen Dresden und am Sonntag (10 Uhr) — jeweils in der Nadelfabrik am Reichsweg — gegen Berlin nicht chancenlos. „In Bestbesetzung wären wir gegen beide Teams leicht favorisiert“, schätzt er ein.

Die Dresdener werden wohl mit den beiden deutschen Topspielern antreten: Liviu Dieter Nisipeanu ist Deutschlands bester Akteur bei den Männern, Elisabeth Pähtz, Nummer eins bei den Frauen, ist eine der wenigen weiblichen Akteure in der Bundesliga. „Aber wir sind auf den hinteren Brettern besser besetzt“, sieht Jansen Chancen für seine Team. Auch gegen Berlin ist es nicht chancenlos: „Wenn Berlin nicht mit allen fünf Spitzenspielern bei uns vorstellig wird, sollten wir gegen den Hauptstadtklub immer noch leicht favorisiert sein“, so Jansen.

Aachens Reisepartner, die SG Solingen, wird wohl beim gemeinsamen Heimspieltag ihre starke niederländische Fraktion an die Bretter bekommen.

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