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Sie haben gewählt!: Das ist Ihre beste Grenzland-Elf aller Zeiten

Sie haben gewählt! : Das ist Ihre beste Grenzland-Elf aller Zeiten

Mit Havertz, ohne Hannes: In den vergangenen Wochen haben unsere Leserinnen und Leser die beste Grenzland-Elf aller Zeiten gewählt. So haben Sie abgestimmt

Manches war wenig überraschend, bei anderen Entscheidungen ging es denkbar knapp zu: 1257 Stimmen haben unsere Leserinnen und Leser abgegeben zur Wahl der besten Grenzland-Elf aller Zeiten.

Überwältigend das Ergebnis für Toni Schumacher im Tor, ganz knapp das Rennen bei den Abwehrspielern, wo Wilfried „Winnie“ Hannes den Sprung nur um einen Prozentpunkt hinter dem Dürener Ortsrivalen Karl-Heinz Schnellinger verpasste. Im Mittelfeld blieb Michel Pfeiffer (sechs Prozent wie auch Hans-Peter Lehnhoff) relativ deutlich außen vor, im Angriff hielt der einstmals schnellste Außenstürmer der Bundesliga „Kalle“ Klostermann den teuersten Fußballer, den die Region je hervorgebracht hat – Kai Havertz – auf Distanz und erinnerten sich viele an Willi Bergstein und seine bis heute unerreichte Torquote im Trikot von Alemannia Aachen.

Sieben der elf Gewählten trugen das Trikot der deutschen Nationalmannschaft, die anderen standen kurz davor. Eine Elf, die nie zusammen gespielt hat, die quer durch alle Generationen geht – und von der man sich wünscht, es hätte sie jemals gegeben. Vielen Dank allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern an unserer Wahl!

Tor

Harald „Toni“ Schumacher 82%

  • geboren am 6.3.1954 in Düren
  • Jugendverein: Schwarz-Weiß Düren
  • Stationen: 1972 bis 1996 beim 1. FC Köln, Schalke 04, Fenerbahce Istanbul, Bayern München, Borussia Dortmund; 464 Bundesliga-Spiele, 76 Länderspiele
  • Erfolge: Vize-Weltmeister (2x), Europameister, Deutscher Meister (2x), DFB-Pokalsieger (3x), Uefa-Pokal-Finalist, Türkischer Meister
  • Besonderes: Bei seiner einzigen Cheftrainer-Station wurde er am 15. Dezember 1999 in der Halbzeit der Partie gegen Waldhof Mannheim beim Stand von 0:2 von Fortuna Kölns Präsident Jean Löring entlassen.

Abwehr

Reinhold Münzenberg 19%

  • geboren am 25.1.1909 in Aachen, gestorben am 25.6.1986
  • Jugendvereine: Aachener SpV und Alemannia Aachen
  • Stationen: 1922 bis 1951 mit Unterbrechungen bei Alemannia; 41 Länderspiele (8 x Kapitän)
  • Erfolge: WM-Dritter 1934
  • Besonderes: Der „Eiserne“ war Alemannias erster Nationalspieler und von 1974 bis 1976 Präsident. Betrieb mit seinem einstigen Mitspieler Walter Goffart eine Baufirma.

Karl-Heinz Schnellinger 18%

  • geboren am 31.3.1939 in Düren
  • Jugendverein: SG Düren 99
  • Stationen: 1958 bis 1975 beim 1. FC Köln, AC Mantua, AS Rom, AC Mailand, Tennis Borussia Berlin; 150 Oberliga- und Bundesliga-Spiele, 283 Einsätze in der Serie A, 47 Länderspiele
  • Erfolge: Vize-Weltmeister, Europapokal-Sieger der Landesmeister und Pokalsieger (2 x), Weltpokalsieger, Deutscher Meister, Italienischer Meister und Pokalsieger (4 x)
  • Besonderes: Sein einziges Länderspiel-Tor erzielte er im Jahrhundert-WM-Halbfinale 1970 zum 1:1 gegen Italien. In der Verlängerung unterlag das DFB-Team mit 3:4.

Erwin Hermandung 32%

  • geboren am 25.8.1944 in Hückelhoven
  • Jugendverein: SV Baal
  • Stationen: 1964 bis 1982 bei Alemannia Aachen, Hertha BSC, Eintracht Trier, SpVgg Bayreuth; 290 Bundesliga-Spiele (53 Tore)
  • Erfolge: Bundesliga-Aufstieg, Deutscher Vizemeister (2 x), DFB-Pokal-Finalist (2 x)
  • Besonderes: Mit 98 Einsätzen (19 Tore) wird er wohl auf unabsehbare Zeit Alemannias Rekord-Bundesligaprofi bleiben.

Mittelfeld

Jupp Martinelli 20%

  • geboren am 19.3.1936 in Würselen
  • Jugendvereine: Kohlscheider BC, Alemannia Aachen
  • Stationen: 1951 bis 1980 bei Alemannia Aachen, Roda Kerkrade, Westwacht Aachen; 466 Meisterschaftsspiele (141 Tore) für Alemannia
  • Erfolge: DFB-Pokal-Finalist, Deutscher Vizemeister
  • Besonderes: „Er liebte den Fußball, genau wie ich, und wenn wir auf den Platz gingen und der Schiedsrichter pfiff, dann hat die ganze Mannschaft gekämpft bis zum Schluss.“ In diesem Satz von Michel Pfeiffer ist alles über „Mister Alemannia“ gesagt.

Torsten Frings 24%

  • geboren am 22.11.1976 in Würselen
  • Jugendvereine: Rot-Weiß Alsdorf, Rhenania Alsdorf, Alemannia Aachen
  • Stationen: 1994 bis 2013 bei Alemannia Aachen, Werder Bremen (2 x), Borussia Dortmund, Bayern München, FC Toronto; 402 Bundesliga-Spiele (49 Tore), 79 Länderspiele (10 Tore)
  • Erfolge: Vize-Welt- und Europameister, Uefa-Cup-Finalist, Deutscher Meister, DFB-Pokalsieger (3 x), Kanadischer Pokalsieger
  • Besonderes: Als Alemannia mal wieder Rechnungen nicht begleichen konnte, wurde er im Januar 1997 für 100.000 Mark nach Bremen verkauft. Dort verpasste ihm Andreas Herzog den Spitznamen „Lutscher“.

Herbert „Hacki“ Wimmer 25%

  • geboren am 9.11.1944 in Eupen
  • Jugendverein: Borussia Brand
  • Stationen: 1966 bis 1978 bei Borussia Mönchengladbach; 366 Bundesliga-Spiele (51 Tore), 36 Länderspiele (4 Tore)
  • Erfolge: Weltmeister, Europameister, Uefa-Cup-Sieger, Finalist Europapokal der Landesmeister, Deutscher Meister (5 x), DFB-Pokalsieger
  • Besonderes: Seine Bescheidenheit drückte er selbst mal in diesem Satz aus: „Ich bin immer gern für Günter (Netzer) gelaufen.“

Hans-Josef „Jupp“ Kapellmann 10%

  • geboren am 19.12.1949 in Würselen
  • Jugendverein: SC Bardenberg
  • Stationen: 1968 bis 1981 bei Alemannia Aachen, 1. FC Köln, Bayern München, 1860 München; 339 Bundesliga-Spiele (36 Tore), 5 Länderspiele
  • Erfolge: Weltmeister, Sieger Europapokal der Landesmeister (3 x), Deutscher Meister
  • Besonderes: Schon als Fußballer bereitete er sich auf seine Karriere als Arzt vor: „Innenpfosten rein, Innenpfosten raus – darauf kann man doch kein Leben aufbauen.“

Angriff

Kai Havertz 22%

  • geboren am 11.6.1999 in Aachen
  • Jugendvereine: Alemannia Mariadorf, Alemannia Aachen, Bayer Leverkusen
  • Stationen: 2016 bis heute bei Bayer Leverkusen, FC Chelsea; 118 Bundesliga-Spiele (36 Tore), 44 Einsätze (6 Tore) in der Premier League, 23 Länderspiele (8 Tore) (Stand 1. März)
  • Erfolge: Champions-League- und Uefa-Supercup-Sieger, DFB-Pokal-Finalist
  • Besonderes: Der jüngste Profi mit 100 Bundesliga-Spielen (20 Jahre und 186 Tage) schoss den FC Chelsea nach seinem 80-Millionen-Euro-Transfer zum 1:0-Triumph in der Champions League gegen Manchester City.

Willi Bergstein 15%

  • geboren am 4.8.1939 in Baesweiler
  • Jugendvereine: Concordia Oidtweiler, SV 09 Baesweiler
  • Stationen: 1960 bis 1967 bei Alemannia Aachen, MVV Maastricht; 80 Meisterschaftsspiele (64 Tore) für Alemannia
  • Erfolge: DFB-Pokal-Finalist (nicht eingesetzt)
  • Besonderes: Seine Torquote ist bis heute unerreicht.

Heinz-Gerd „Kalle“ Klostermann 27%

  • geboren am 22.10.1943 in Eschweiler, gestorben am 9.8.2021
  • Jugendverein: Eschweiler SG
  • Stationen: 1963 bis 1979 bei Alemannia Aachen, Westwacht Aachen; 138 Meisterschaftsspiele (37 Tore) für Alemannia
  • Erfolge: Einzug ins DFB-Pokal-Finale, Bundesliga-Aufstieg, Deutscher Vizemeister
  • Besonderes: Der damals schnellste Außenstürmer der Bundesliga und spätere Geschäftsführer musste seine Profi-Karriere wegen einer Kreuzbandverletzung vorzeitig beenden.