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Fußball-Kreisliga: Das emotionalste aller Derbyspiele

Fußball-Kreisliga : Das emotionalste aller Derbyspiele

In der Fußball-Kreisliga A verbinden den SV Merken und Viktoria Birkesdorf viele Gemeinsamkeiten. Training auf dem Ascheplatz.

Zu Beginn der Saison zählte der SV Merken unter den 15 Konkurrenten der Liga mit zu den Meisterschaftskandidaten. Doch davon ist man angesichts des momentanen 13. Tabellenplatzes weit entfernt. Was auch Trainer David Leys so sieht. „Bisher ist es alles andere als gut für uns gelaufen“, meint er angesichts des bisherigen Saisonverlaufs, der dem SV nun Spitzenreiter Viktoria Birkesdorf beschert. Aus Sicht von Leys ein besonderes Treffen. „Willy Kirschbaum und ich kennen uns bestens, ich war nicht nur zwei Jahre sein Co-Trainer in Birkesdorf, sondern er war auch zehn Jahre lang mein Trainer“, erinnert er an die Gemeinsamkeiten, die auch auf die jeweiligen Kaderspieler zutreffen. „Es ist von allen möglichen Derbyspielen das emotionalste“, meint Leys, der nicht nur wegen der Spitzenposition des Gastes der Viktoria die klare Favoritenstellung gibt. „Dies hat man in den bisher sieben Spielen immer unter Beweis gestellt. Die haben viele gute Einzelspieler, überzeugen aber auch durch ihr Auftreten als geschlossene Einheit“, lobt der SV-Coach.

Leys bedauert, dass man die letzte Paarung gegen Burgwart mit 2:3 verloren hat. „Ansonsten wären wir dreimal in Folge ungeschlagen geblieben, was unserem Selbstbewusstsein gegen Birkesdorf bestimmt gutgetan hätte.“ So bereitet Merken sich auf äußerst „schwere und umkämpfte“ Spielminuten vor. Wobei die Abwehrreihe viel Arbeit bekommen werde. „Wir haben bisher 23 Gegentore bekommen, dabei haben wir uns aber 15 Buden selbst gefragt“, weist Leys auf die vorangegangenen Unzulänglichkeiten hin. „Ja, ein Punkt wäre schön“, philosophiert er.

Damit gibt sich sein Trainerkollege Willy Kirschbaum aber nicht zufrieden. „Obwohl der SV unser Angstgegner ist“, ruft er die bisherigen gemeinsamen vier Spiele in Erinnerung, in denen auf beiden Seiten jeweils zwei Siege zu Buche stehen. „Beide Seiten haben sich nie etwas geschenkt, so wird es auch diesmal sein“, blickt er dem Spiel trotzdem zuversichtlich entgegen.

Auch wenn wahrscheinlich auf Asche gespielt werden wird. „Darauf habe ich meine Mannschaft vorbereitet, wir haben diese Woche zweimal auf Asche trainiert. Denn auf diesem Geläuf sehe ich Merken im Vorteil.“ Kirschbaum kann seine beste Elf aufbieten, somit auch Presley Lubasa, den zweitbesten Torjäger der A-Liga, der hinter Julian Perse (VFV Winden/ 18 Tore) steht und zwölf Mal getroffen hat.

(sf.)