BW Aachen unterliegt 2:4

Tennis : Primus Krefeld muss sich schon anstrengen

Es hat wieder nicht sollen sein: Blau-Weiss Aachen hat auch sein siebtes Saisonspiel in der Tennis-Bundesliga verloren.

Am Sonntag unterlag das Schlusslicht der Liga dem Primus BW Krefeld. Der Spitzenreiter siegte am Luxemburger Ring – wie hätte es anders sein können – 4:2. Denn: Die Blau-Weissen verloren zum vierten Mal in dieser Saison mit diesem Ergebnis.

Und: Ein Unentschieden lag wieder im Bereich des Möglichen. Aber: Nachdem die Gastgeber zwei Einzel gewonnen und zwei verloren hatten, mussten sich auch die beiden Doppel der Hausherren geschlagen geben. Pech für Tallon Griekspoor und Thiemo de Bakker, die zumindest das Unentschieden hätten sichern können. Sie gewannen gegen Simone Bolelli und Paolo Lorenzi den ersten Satz 7:6 im Tiebreak, hatten trotz frühen Breaks gegen sich im zweiten Satz durchaus Möglichkeiten, ihn auch für sich zu entscheiden, mussten ihn aber 4:6 abgeben. Im Champions Tiebreak dominierten die Gäste. 10:5 entschieden sie den entscheidenden Satz und holten damit den Sieg in Aachen.

Zuvor hatten sich im zweiten Doppel Joran Vliegen und Sander Gille den Gästen Federico Gaio und Andrea Collarini 3:6, 6:7 geschlagen geben müssen. Die beiden Belgier, die erfolgreich auf der Tour sind, hatten am Samstag noch das Endspiel in Kitzbühel verloren. Gegen die Italiener leisteten sich die beiden Blau-Weissen dann einige Fehler zu viel, so dass sie ihr Match abgeben mussten.

„Das ist eben Tennis auf höchstem Niveau. Da darf man sich keine leichten Fehler erlauben“, kommentierte Marc Zander, Aachens Teamchef, die siebte Verlustpartie.

Nach den vier Einzeln war Zander mehr als zufrieden gewesen. Zwar hatten die Belgier Niels Desein und Yannick Mertens ihre Partien gegen Andrea Collarini (2:6, 2:6) und Frederica Gaio (1:6, 2:6) verloren, doch lobte Zander besonders Desein für seinen couragierten Auftritt. Thiemo de Bakker hatte BW Aachen den ersten Punkt gesichert: Beim 7:6, 6:2 hatte der Niederländer vor allem mit seinen starken ersten Aufschlägen Gegner Simone Bolleli große Probleme bereitet.

Punkt zwei steuerte Tallon Griekspoor bei. 90 Plätze liegt Griekspoor in der Weltrangliste hinter Paolo Lorenzi, doch mit einem taktisch klugen Spiel, starken Stoppbällen und sicheren Aufschlägen überstand der Niederländer auch kritische Phasen und siegte 6:1, 7:6.

Die Hoffnung auf das erste Remis erfüllte sich aber nicht. Den Abstieg aus der höchsten deutschen Liga kann der Aufsteiger damit nicht mehr vermeiden.

BW Aachen - Krefeld 2:4: Tallon Griekspoor - Paolo Lorenzi 6:1, 7:6; Thiemo de Bakker - Simone Bolelli 7:6, 6:1; Niels Desein - Andrea Collarini 2:6, 2:6; Yannick Mertens - Federico Gaio 1:6, 2:6; Griekspoor/de Bakker - Bolelli/ Lorenzi 7:6, 4:7, 5:10; Joran Vliegen/Sander Gille - Gaio/Collarini 3:6, 6:7

(sis)
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