Borussia Freialdenhoven bei der Endrunde des Sparkassen-Hallencups

Fußball : Sparkassen-Hallencup: Ein Finale für die Geschichtsbücher

Borussia Freialdenhoven hat sich für die Endrunde des Sparkassen-Hallencups am 5. Januar in Aachen qualifiziert. Doch der Trainer des Fußball-Mittelrheinligist hat Einiges zu bemängeln.

Während die Spieler des Fußball-Mittelrheinligisten Borussia Freialdenhoven zum kollektiven Jubel ansetzten, musste der Trainer erst einmal Dampf ablassen. „Ich kann nicht nachvollziehen, warum so viele Bezirksligisten hier nicht antreten und der 1. FC Düren mit der zweiten Garnitur kommt. So verliert das Turnier an Wert“, sagte Wilfried Hannes unmittelbar nachdem sich die Borussia als erstes Team für die Endrunde des Sparkassen-Hallencups (Samstag, 5. Januar, ab 15 Uhr in Aachen) qualifiziert hatte. Im Dürener Vorrunden-Finale in der vollbesetzten Birkesdorfer Festhalle behielt sein Team die Nerven und bezwang Ligakonkurrent 1. FC Düren 6:5 nach Neunmeterschießen. „Es freut mich natürlich, dass wir gewonnen haben, aber als 1. FC Düren muss ich doch hier mit voller Kapelle antreten“, kritisierte der 61-
Jährige die Entscheidung der Verantwortlichen des vor der Saison neu gegründeten Klubs.

Gute Chancen für den 1. FC Düren

Angesprochen auf die Hannes-Kritik, stellte FCD-Coach Sandro Bergs klar, dass viele Spieler der ersten Mannschaft angeschlagen sind und man daher kein Risiko eingehen wollte. „Wir haben uns für einen Mix aus Spielern der ersten und zweiten Mannschaft sowie der A-Jugend entschieden. Die Jungs haben das richtig gut gemacht“, lobte der 28-Jährige seinen zusammengewürfelten „Haufen“, der gute Chancen hat, als bester Zweitplatzierter der Vorrunden in Düren und Erkelenz ins Teilnehmerfeld für das „große Finale“ in der Halle an der Neuköllner Straße nachzurücken.

Das Endspiel in Düren wird indes in die Geschichtsbücher eingehen, denn zum ersten Mal wurde ein Hallencup-Vorrundenfinale im Neunmeterschießen entschieden. 2:2 endete die Partie der beiden Mittelrheinligisten nach regulär gespielten 20 Minuten. Auch die fünfminütige Verlängerung sollte keinen Sieger hervorbringen, so dass die Entscheidung von der Neunmeterlinie aus fallen musste. Hier hatte Lucas Kirschbaum nicht das Glück auf seiner Seite, denn Dürens letzter Schütze hämmerte den Ball an die Unterkante der Latte. Davor war der 21-Jährige mit zwei Toren in den zwei Mal zehn Minuten noch der umjubelte Held des Teams gewesen. „Elf- beziehungsweise Neunmeterschießen ist halt immer Glückssache“, wollte der Coach seinem Schützling keinen Vorwurf machen.

Spannende Gruppenspiele

Zuvor hatten sowohl Freialdenhoven als auch der 1. FC Düren in ihren jeweiligen Gruppen mehr Mühe als erwartet. Im ersten Spiel des Tages trennten sich die Borussia und Ligakonkurrent Viktoria Arnoldsweiler 3:3. Die Kleeblätter bezwangen im Anschluss Bezirksligist TuS Langerwehe mit 6:1. Durch ein 8:2 des Hannes-Teams gegen Langerwehe qualifizierte sich Freialdenhoven dank des besseren Torverhältnisses gegenüber Arnoldsweiler für das Finale. „Ich bin nicht unzufrieden mit der Leistung. Den Jungs soll es Spaß machen, und ich bin froh, dass sich keiner verletzt hat“, resümierte Viktorias Co-Trainer Thorsten Völler, der Chefcoach Thomas Virnich an der Bande vertrat.

Auch der 1. FC Düren musste in der Gruppe B bis zum Ende zittern. Standesgemäß wurde der A-Ligist Kurdistan Düren mit 9:1 bezwungen. Da aber auch Bezirksligist Schwarz-Weiß Düren ein 9:3 gegen Kurdistan feierte, sollte die abschließende Gruppenbegegnung entscheidenden Charakter haben. Lange hielt der Bezirksligist die Partie offen, doch am Ende reichte es für den FCD zu einem 5:2-Sieg. „Hinten raus mussten wir unsere Ordnung aufgeben, da ein 2:2 für uns nicht gereicht hätte. Wir haben einen zweiten Spieler vorne stehen gelassen, um bei Ballbesitz in Überzahl zu sein, doch der Plan ist nicht aufgegangen“, erklärte SW-Trainer Dirk Kalkbrenner nach der entscheidenden Partie gegen den Mittelrheinligisten.

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