Tennis: Blau-Weiss Aachen wartet weiter auf den ersten Sieg

Tennis : Blau-Weiss Aachen wartet weiter auf den ersten Sieg

Und wieder war Tennis-Bundesligist Blau-Weiss Aachen nah dran, zumindest einen Teilerfolg herauszuspielen. Und wieder reichte es nicht.

Diesmal hieß der Gegner Kölner THC Stadion Rot-Weiss, vor diesem vierten Spieltag der Saison mit einem Punkt Drittletzter der Tabelle vor den Gastgebern. Die Kölner verließen den Luxemburger Ring am Sonntag als 4:2-Sieger.

Sie hatten ihre mit Abstand stärkste Mannschaft dieser Spielzeit aufgeboten, galt es doch, aus dem bislang einen Zäher (3:3 in Großhesselohe) deren drei zu machen und BW Aachen auf Distanz zu halten. Das gelang. Blau-Weiss hingegen muss weiter auf den ersten Erfolg warten, steht mit nun 0:8-Zählern am Tabellenende, weil dem bisherigen Schlusslicht Sennelager in Krefeld ein 3:3 und damit der erste Punkt gelang.

„Ich hatte nach der ersten Runde gegen Köln etwas Sorge, dass es zu schnell gehen wird“, sagte Aachens Coach Thilo Fritschi. Da führten die Gäste 2:0, weil Aachens Nummer 2 Thiemo de Bakker und die Nummer 4 der Gastgeber, Yannick Mertens, ziemlich schnell das Nachsehen hatten. Dann aber zeigte der an Nummer 1 gesetzte Tallon Griekspoor, was in ihm steckt. „Tallon kann über sich hinauswachsen“, hatte Marc Zander im Vorfeld gesagt. Der Teamchef von Blau-Weiss Aachen sollte mit seiner Einschätzung des 23-jährigen Tennisprofis aus den Niederlanden Recht behalten. Griekspoor lieferte. Er lieferte im Duell mit Kölns Franzosen Benoit Paire eine grandiose Leistung ab, gewann in zwei Sätzen 7:5 und 6:2. Bemerkenswert: Griekspoor rangiert in der ATP-Weltrangliste auf Rang 181, Paire steht an Nummer 38.

Das beste Match des Tages

„Die Gäste schlagen hier mit einem Team auf, das in dieser Besetzung Deutscher Meister werden könnte“, überspitzte Zander die Rollenverteilung in der Begegnung, hoffte nach den Einzeln aber doch auf mehr. „Tallon hat sehr diszipliniert, hart und schnell gespielt“, urteilte er. Die Zuschauer sahen das beste Match des Tages. Und Zizou Bergs liefert sich mit dem Kolumbianer Santiago Giraldo ein ebenfalls starkes Duell, brach aber im Tiebreak ein. Köln führte nach den Einzeln 3:1, ein Unentschieden war also noch möglich.

Doch Nils Desein/Germaine Gigounon vergaben die Möglichkeit, auf 2:3 zu verkürzen, waren mit 3:6 und 3:6 relativ schnell geschlagen. Schließlich setzten Griekspoor und de Bakker beim 6:4, 7:6 (11:9) den Schlusspunkt unter eine Auseinandersetzung, „in der zumindest ein 3:3 in Reichweite war“, wie Zander formulierte. „Wir standen zwar permanent unter Druck, aber das Unentschieden war möglich. Klar, dass alle Teams gegen uns top-aufgestellt spielen.“

Fritschi hielt fest: „Wir sind keineswegs enttäuscht und werden weiter alles versuchen. Wir müssen am Freitag zu Hause gegen Sennelager gewinnen.“ Damit das Fünkchen Hoffnung auf den Klassenerhalt weiter glimmt. Der Trainer sagte auch: „Ich bin trotz der Niederlage stolz auf unsere Mannschaft. Die Kölner haben verdient gewonnen, aber wir haben sie lange geärgert.“

BW Aachen - Köln 2:4: Tallon Griekspoor - Benoit Paire 7:5, 6:2; Thiemo de Bakker - Gregoire Barrere 2:6, 4:6; Zizou Bergs - Santiago Giraldo 2:6, 6:7 (1:7); Yannick Mertens - Adam Pavlasek 3:6, 2:6; Griekspoor/de Bakker - Barrere/Wesley Koolhof 6:4, 7:6 (11:9); Niels Desein/Germaine Gigounon - Andreas Mies/Pavlasek 3:6, 3:6

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