Björn Rother spielt mit Magdeburg beim 1. FC Köln in der 2. Bundesliga

Fußball : Björn Rother: „Wenn die FC-Hymne gespielt wird, dann ist das etwas Großes“

Er schnürt seit anderthalb Jahren die Fußballschuhe für den 1. FC Magdeburg, stieg im Sommer mit dem Traditionsverein in die 2. Bundesliga auf, und gehört auch eine Etage höher zum Stammpersonal.

Björn Rother (22) lernte das Kicken auf der Schützheide beim SV Breinig, bevor es ihn über Hertha Walheim, Alemannia Aachen und Bayer Leverkusen zu seiner ersten Seniorenstation zu Werder Bremen II zog. Heute Abend (20.30 Uhr) spielt er mit dem FCM beim 1. FC Köln vor. Im Interview mit Kevin Teichmann verrät er, dass er eine besondere Verbindung zum 1. FC Köln hat.

Herr Rother, sind Sie und der FCM bereits in der 2. Bundesliga angekommen?

Björn Rother: Man braucht natürlich ein paar Spiele, um sich zurechtzufinden. Kleinigkeiten werden bestraft, doch an dieses Niveau habe ich mich gewöhnt und angepasst. Als Mannschaft haben wir einige knappe Spiele gezeigt. Es wäre unter Jens Härtel, der mit uns als Trainer in die Saison startete, aber auch zuletzt unter Michael Oenning mehr drin gewesen.

Bislang konnten Sie erst einen Sieg in der neuen Liga feiern. Wie reagieren die Fans darauf?

Rother: Der große Kern der Menschen in dieser fußballverrückten Stadt weiß zu schätzen, was wir im Aufstiegsjahr geleistet haben. Die Leute erkennen einen, wissen, dass wir nun Außenseiter sind, und erkennen unsere Leistung an. Wir sind eine Mannschaft, die sich voll reinhaut, da fiebern die Zuschauer mit. Die Menschen in dieser Stadt leben für den Fußball.

Welchen Bezug haben Sie zu Köln?

Rother: Ich habe den FC schon früh kennengelernt. Meine ganze Familie ist karnevalsverrückt. Das steckt an, und deshalb verstehe ich auch die kölsche Sprache, kann die Lieder mitsingen. Der FC ist etwas Besonderes. Ich freue mich, wenn es denn klappt, in diesem Stadion einmal aufzulaufen. Wenn die FC-Hymne gespielt wird, dann ist das etwas Großes. Ich möchte mit der Mannschaft aber ein Zeichen setzen und etwas aus Köln mitnehmen. Meine Familie und viele Freunde werden im Stadion sein.

Würden Sie sich als FC-Fan bezeichnen?

Rother: Nein, Fan bin ich nicht. Aber es kommt ein gewisses Heimatgefühl auf. Der FC steht da hoch im Kurs bei mir, es gibt eine gewisse Nähe zum Verein, der eng mit der Musik und Kultur verbunden ist, die ich aus meiner Heimat Breinig kenne.

Welche Erwartungen haben Sie an die Rückrunde?

Rother: Ich möchte immer spielen und zeigen, dass ich helfen kann. Dass wir viele knappe Spiele in der Hinrunde nicht für uns entscheiden konnten, wird sich hoffentlich ausgleichen. Der Verein hat verdient, in der Liga zu bleiben.

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