Halle/Saale: Bei Hallenmeisterschaften hat die ATG-Staffel Wechselpech

Halle/Saale : Bei Hallenmeisterschaften hat die ATG-Staffel Wechselpech

Clara Malangré, Carolin Fuhren, Ricarda Kutsch und Lisa Schiffers, die 4 x 200 Meter-Staffel der Aachener TG, waren die einzigen Leichtathleten, die die Farben der heimischen Vereine bei den deutschen Hallenmeisterschaften der U 20 in Halle an der Saale vertraten. Und hatten Pech.

Im Staffelvorlauf ging der letzte Wechsel schief. Der Aachener Max Nores, seit diesem Jahr im Trikot der LG Olympia Dortmund, lief über 1500 Meter auf Rang sieben.

In Dortmund trainiert Nores nun bei Pierre Ayadi, DLV-Nachwuchsbundestrainer Langstrecke, der in Halle immerhin drei seiner Athleten zum Titel führte. Da von den ursprünglich 24 gemeldeten Läufern nur 13 an den Start gingen, fielen die Vorläufe über 1500 Meter aus. Im Finale war Nores nach 4:06,19 Minuten im Ziel, Platz sieben. „Das war okay“, sagt der Mittelstreckler.

Über die Medaillen wurde im Sprint entschieden, eine Zeit von unter 4:02 Minuten war erforderlich. Der Sieger war mit Maximilian Feist ebenfalls ein Dortmunder. Über 3000 Meter machte Nores noch ein paar Runden Tempoarbeit für den Vereinskollegen Mohamed Mohumed, ein weiterer der drei erwähnten Titelträger.

Das war ein kurzes Vergnügen: Clara Malangré, Carolin Fuhren, Ricarda Kutsch und Lisa Schiffers waren einmal quer durch Deutschland ins sachsen-anhaltische Halle zu den Deutschen Hallenmeisterschaften der U 20 gefahren — um sich dann mit einem „aufg.“ in der Ergebnisliste wiederzufinden.

Der letzte Wechsel über 4 x 200 Meter ging schief. Zu diesem Zeitpunkt lag das ATG-Quartett an der Spitze des achten von insgesamt elf Vorläufen. Schlussläuferin Lisa Schiffers, DM-Neuling, „ist eine gute Starterin“, wie Trainerin Christiane Wolff betont. Was in diesem Fall nicht unbedingt ein Vorteil war. Ricarda Kutsch kam nicht heran, Schiffers legte eine Vollbremsung hin, Kutsch lief auf — das war’s.

Mit 1:45,54 Minuten hatte sich die ATG für die Hallen-DM qualifiziert. Eine Steigerung der Saisonbestzeit war — vor dem letzten Wechsel — absehbar und auch das Ziel des Quartetts in der Sporthalle Brandberge. Eine „1:44er Zeit“, so Christiane Wolff, war möglich. Aber es kam anders. Da war erst einmal gegenseitiges Trösten angesagt. „Das ist schon eine tolle Gruppe“, bescheinigt die Trainerin. Das Erreichen der Endläufe war allerdings nicht zu erwarten, auch nicht bei einer neuen Bestzeit. Dazu waren mindestens 1:43,01 Minuten nötig.

Die Ex-Aachenerin Beauty Somuah erreichte über 60 Meter nach 7,61 Sekunden im Vorlauf und 7,57 Sekunden im Halbfinale den Endlauf auf der kurzen Sprintstrecke. Dort lief die Nachwuchsathletin des ASV Köln gesundheitlich leicht angeschlagen in 7,59 Sekunden auf Platz sieben. Somuah, die noch zur U 18 zählt, ist in diesem Jahr die 60 Meter bereits in 7,46 Sekunden gelaufen. Dafür hätte es in Halle Bronze gegeben.