1. Sport
  2. Lokalsport

Fußball-Bezirksliga: Behält Kurdistan Düren die weiße Weste?

Fußball-Bezirksliga : Behält Kurdistan Düren die weiße Weste?

Fußballfreunde dürfen sich wieder auf spannende Partien in der Bezirksliga freuen. Der SV Kurdistan Düren ist bislang ohne Punktverlust und möchte die weiße Weste behalten.

Am Wochenende rollt auch in der Bezirksliga im Kreis Düren wieder der Ball.

Staffel 3

Nachdem der Hambacher Spielverein in der Partie gegen Welldorf-Güsten beim Stand von 1:2 wieder einen Strafstoß verschossen hatte – es war der vierte Elfmeter in Folge – stand in dieser Woche ein Spezialtraining vor der neuen Meisterschaftspflicht gegen TuS Mechernich an. „Wir haben das Spiel ‚wer wird Elfmeterkönig‘ absolviert“, berichtet Trainer Thomas Graf zudem, „dass die Niederlage im Derby noch schwer im Magen liegt.“ Diese sei jedoch gründlich aufgearbeitet worden. Auch damit, dass verstärkt im Training der Torabschluss geübt wurde. „Mechernich ist kampferprobt, hat in der Vorsaison auch gegen den Abstieg gespielt. Die Mannschaft wird natürlich auf den Heimsieg aus sein. Zudem will Mechernich nach dem Sieg gegen Brühl nachlegen.“ Selbst, so der HSV-Coach, möchte man versuchen, drei Punkte zu holen. Personell hat sich die Situation allerdings verschlechtert, weil Niclas Gierkens verletzt nicht zur Verfügung steht.

Als Gastgeber begrüßt Grün-Weiß Welldorf-Güsten den Aufsteiger aus Elsdorf, der sich als Tabellenzweiter vorstellt und bisher noch ungeschlagen ist. Wenn GW-Trainer Firat Koyun auf die Gäste blickt, dann mit der Anmerkung, dass der SC eine sehr starke Offensive habe. Nichtsdestotrotz stünde ein Heimsieg auf dem Wunschzettel. „Wir haben zwei Spiele auswärts gewonnen, werden unter diesem positiven Aspekt das bevorstehende Spiel angehen, und mit einem Sieg unterstreichen, dass wir uns die bisher geholten zehn Punkte redlich verdient haben.“ Auch wenn zwei Akteure angeschlagen sind, wird Koyun die Mannschaft, Stand jetzt, wie im Hambach-Spiel, auflaufen lassen.

Die perfekte Punkteausbeute hat der SV Kurdistan Düren nach fünf Spieltagen aufzuweisen. Sicherlich ein kleiner Fingerzeig, mehr aber noch nicht. Nicht nur vorne klappt es gut (18 Tore), mächtig stolz ist man auch auf die Defensivleistung (zwei Gegentore). Auch im sechsten Spiel zu Hause gegen Blau-Weiß Kerpen soll die volle Punkteausbeute wieder her. Der sportliche Leiter Ayhan Gündogdu weiß, dass Kerpen kein leichter Gegner ist: „Es gibt in dieser Liga keine einfachen Spiele. In der vergangenen Saison haben wir zu oft Punkte liegengelassen.“ Das ist Warnung genug.

Endlich wieder auswärts, das könnte das Motto der SG Voreifel sein. Zu Hause dreimal verloren, auswärts zweimal gewonnen. Da kommt das Gastspiel beim VfL Sindorf nicht ungelegen, obwohl der Gastgeber gut in diese Spielzeit gefunden hat und bereits zwölf Zähler aufweisen kann. Beide Teams haben sich übrigens gegenseitig vor der Saison als Meistertipp genannt. Mal schauen, wer am Sonntag meisterlich auftritt.

Etwas mühsam füllt sich das Punktekonto beim TuS Langerwehe. Vier Zähler sind es aktuell, aber am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen Schwarz-Weiß Nierfeld sollen drei Punkte hinzukommen. Die Chancenverwertung zur Vorwoche gegen Kerpen muss verbessert werden. Am Einsatz lag es beim TuS keinesfalls. Gegen das nötige Spielglück, gäbe es von Langerweher Seite keine Einwände. Gegner Nierfeld ist schwer einzuschätzen, hat bisher mit neun Zählern mehr gewonnen als verloren und ist immer für Tore gut.

Staffel 4

„Keine Mannschaft in der Liga spielt gerne auf dem holprigen Rasenplatz von Eicherscheidt“, blickt Dominik Bougé, Coach von Jugendsport Wenau, der Partie entgegen. „Vollen Einsatz und 100 Prozent Leidenschaft, dies ist alles, was ich von meiner Mannschaft gegen diesen Gastgeber erwarte.“ Nicht den ersten Saisonsieg? „Dies sollte natürlich das Hauptziel sein, aber wir müssen zuerst einmal schauen, dass wir Punkte sammeln, und mit einem Remis würden wir damit anfangen.“ Dass man auf eine erfahrene Truppe stoße, dies wird bei den Jugendsportlern betont. Das Gesicht der Mannschaft gegenüber dem vorigen Auftritt wird beim Gast nicht verändert „Ich habe alle Spieler zur Verfügung, alle können sich präsentieren.“

Gegen den Spitzenreiter Teutonia Weiden muss Rhenania Lohn die kommenden 90 Minuten zu Hause bestreiten. „Wenn man auf deren Torverhältnis schaut, dann ist dieses schon bemerkenswert.“ Nennt Frank Raspe die 32 Treffer, die Weiden in fünf Saisonspielen geschossen hat, um gleichzeitig seine eigene Defensive ins Spiel zu bringen. „Meine Jungs werden sicherlich eine Menge Arbeit bekommen. Wir müssen die Stürmer von unserem Tor fernhalten, möglichst mit schnellem Konterspiel zum Abschluss kommen.“ An letzterem fehlte es zuletzt im Spiel gegen Mariadorf. „Da haben wir viele gute Torgelegenheiten versiebt. Dies darf gegen die Teutonia nicht passieren, denn dann haben wir absolut keine Chancen.“ Auch wenn es explizit nicht genannt wird, insgeheim rechnet man mit einem Remis. Es wäre aus Sicht der Gäste das erste Unentschieden, denn bisher hat man alle fünf Auftritte gewonnen.

(fs./say)