Zum Strand über den Schlossplatz: Beachvolleyball-Team qualifiziert sich für die deutsche Meisterschaft

Zum Strand über den Schlossplatz : Beachvolleyball-Team qualifiziert sich für die deutsche Meisterschaft

Tobias Brand und Jonas Reinhardt haben ihr großes Ziel für dieses Jahr erreicht: Das Beachvolleyball-Team, das für den Hallen-Bundesligisten SWD Powervolleys Düren startet, hat sich für die Endrunde um die deutsche Meisterschaft qualifiziert.

Vom 29. August bis zum 1. September baggern und schmettern die 21-Jährigen deswegen am Timmendorfer Strand. „2018 sind wir knapp gescheitert“, sagt Brand, der im Sommer zu den Powervolleys gewechselt ist. Damals stand das Duo auf Rang 18 der Setzliste. 16 Teams schaffen den Sprung an den Timmendorfer Strand. Jetzt stehen sie an 12. „Wir freuen uns da riesig drüber. Timmendorf war unser großes Ziel“, erklärt Brand.

Auf dem Weg an den Ostseestrand macht das Team eine Zwischenstation in Jülich, am kommenden Samstag und Sonntag. Da findet die Endrunde der westdeutschen Meisterschaft statt, im Rahmen des DKB Beach Cups, zu dem der Kreis Düren einlädt. Für das Turnier auf dem Jülicher Schlossplatz sind Brand/Reinhardt an 1 gesetzt. Die Erfolge auf der deutschen Techniker Beach Serie haben ihnen auch Punkte für die westdeutsche Wertung eingebracht. Vor allem der zweite Platz auf St. Peter-Ording war Gold wert. Zwei andere nationale Spitzenteams aus dem Westen verzichten zudem auf den Start in Jülich. „Wir sind an 1 gesetzt und peilen schon den Titel an. Das Halbfinale ist das Mindestziel“, sagt Brand, verweist aber auf die starke Konkurrenz.

Die besteht teils aus Spielern, die früher auf der deutschen Serie aktiv waren. Und aus zwei ehemaligen Powervolleys. Zum einen Eigengewächs Dennis Barthel. Der hat vier Jahre Bundesligaerfahrung vorzuweisen und jetzt mit Partner Fabian Brümmer die Qualifikation für Jülich geschafft. Ebenfalls dabei ist Rudy Schneider, der in der vergangenen während der Hinrunde für Dürens Bundesliga-Team spielte.

Mit dabei ist auch Thomas Stark (Rather TV), der Sieger von Jülich in den vergangenen zwei Jahren. Das Frauen-Feld wird angeführt von den Zwillingen Lena und Sarah Overländer (Voerde), die ebenfalls für den Timmendorfer Strand qualifiziert sind. Nach zwei Finalniederlagen in Jülich peilen die Zwillinge den Titel an. Wie Brand/Reinhardt wollen sie Jülich auch als Vorbereitung im Wettkampf-Modus nutzen auf das Turnier mit der stärksten Konkurrenz des Jahres. Die National-Duos, die meistens auf der Weltserie unterwegs sind und nur sehr selten deutsche Turniere spielen, kommen am Timmendorfer Strand dazu. „Das wird ziemlich schwer. Aber wir freuen uns drauf“, erzählt Tobias Brand.

Jetzt nimmt er an der Saisonvorbereitung der Powervolleys teil, unter der Woche ist deswegen kein Training mit Jonas Reinhardt möglich. Auch deswegen haben die beiden sich entschieden, in Jülich zu spielen. Das Duo verfolgt ein eher ungewöhnliches Konzept. Es gibt die meistens übliche feste Zuteilung in Block- und Abwehrspieler nicht, Brand und Reinhard wechseln sich ab. Mit 1,95 Meter gleich groß, keine überragenden Blockspieler und gut in der Abwehr – so beschreibt Brand das Team.

Der DKB Beach Cup auf dem Jülicher Schlossplatz startet mit dem Turnier für Freizeitmannschaften am Freitag ab 14 Uhr. Die westdeutsche Meisterschaft mit 16 Männer- und 12 Frauenteams wird am Samstag und Sonntag jeweils ab 10 Uhr ausgetragen. Dafür wurden am Dienstag 450 Tonnen Quarzsand aufgeschüttet. Der Eintritt ist frei.

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