Aufsteiger Blau-Weiss Aachen Außenseiter in der Bundesliga

Tennis : Für BW Aachen „gibt es keine leichten Spiele“

Natürlich wusste Marc Zander schon vor der Veröffentlichung des Spielplans, was sein Team im Jahr 2019 in der ersten Tennis-Bundesliga erwartet. Der Teamchef von Blau-Weiss Aachen sagt: „Der Auftakt in Weinheim wird sehr schwer.

Für uns gibt es aber eh keine leichten Spiele.“

Da die Aachener nach dem Rückzug von Blau-Weiss Halle als bester Vizemeister beider Zweitliga-Gruppen in die erste Liga aufrücken durften, war schnell klar, dass das Team als absoluter Außenseiter in die neue Spielzeit gehen würde. Oder wie Zander es formuliert: „Der Klassenerhalt ist das Maximalziel. Wir werden den Kampf annehmen.“

Von der vereinsinternen Philosophie wird der Klub nicht abrücken, um mit aller Macht den Abstieg zu vermeiden, und das wird sich voraussichtlich auch auf der Meldeliste zeigen, die beim Deutschen Tennis-Bund eingereicht wird.

Wie in den Vorjahren werden auch in dieser Saison viele „Stammspieler“ auf der Anlage am Luxemburger Ring aufschlagen. Und der Großteil kommt wieder aus den Nachbarländern: Neben dem Belgier Yannick Mertens haben auch seine Landsleute Niels Desein, Maxime Authom, Yannik Reuter und Germaine Gigounon ihre Zusage gegeben. Mit Ruben Bemelmans, der die Rangliste im vergangenen Jahr angeführt hat, aber nicht zum Einsatz gekommen ist, befindet sich Zander noch in Gesprächen.

Stan Wawrinka geschlagen

Fest steht schon jetzt, dass der
niederländische Daviscup-Spieler Thiemo de Bakker, der in der Vorsaison für Halle aufgeschlagen hat, zum blau-weissen Aufgebot zählen wird. Mit Tallon Griekspoor, Jahrgang 1996, hat Zander zudem einen sehr talentierten Spieler verpflichten können, der beim ATP-Turnier in Rotterdam im vergangenen Jahr sogar den Schweizer Topspieler Stan Wawrinka besiegt hat.

„Unser Motto für die Saison wird lauten: Wir sind wieder dabei. Ob es am Ende zum Klassenerhalt reicht, wird sich zeigen. Uns ist klar, dass niemand ohne Stuhl dastehen will, wenn das Licht ausgeht“, sagt Zander. Dass der letzte Spieltag noch ein bisschen spezieller werden könnte, wenn das Aachener Derby ausgetragen wird, ist dem BW-Teamchef bewusst. „Es kann sein, dass es für beide Teams an diesem Tag um nichts mehr geht – oder aber um alles.“

(bj)
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