Deutsche Meisterschaften über 10.000 Meter: ATG-Läuferin Kümpers erreicht ihr persönliches Ziel

Deutsche Meisterschaften über 10.000 Meter : ATG-Läuferin Kümpers erreicht ihr persönliches Ziel

Bei den deutschen Meisterschaften über 10.000 Meter erreicht die Aachener Läuferin Julia Kümpers den zehnten Platz. Bei den Seinoren räumen zwei Läufer aus der Region ab.

Die Konkurrenz war bärenstark. „Nach drei Kilometern kam Alina schon vorbei. Das ist eine andere Liga“, sagt Julia Kümpers anerkennend. Mit der frühzeitigen Überrundung durch die Ulmerin Alina Reh konnte die ATG-Läuferin leben. Sie lief bei den Deutschen Meisterschaften über 10.000 Meter in 34:55,42 Minuten auf Platz zehn. „Ich bin total zufrieden. Ich wollte unter 35 Minuten bleiben“, sagt Kümpers.

Bei den Senioren gab es zwei Medaillen für die Akteure aus der Region. Ulrich Heise von der DJK Elmar Kohlscheid war mit Jahrgang 1938 der älteste Teilnehmer der Titelkämpfe im Essener Sportpark „Am Hallo“. In der immerhin noch mit drei Starten besetzten Altersklasse M 80, von denen zwei das Ziel erreichten, war er in 53:04,61 Minuten der Schnellste über 25 Runden.

„Der zweite Platz war das Maximum“, kommentiert Markus Mey vom TV Eifler Turnkraft Konzen genaue diese Platzierung, die er in der M 45 erreichte. Die Zeit war für seine Verhältnisse nicht überragend. Bei seinem Sieg im September 2018 bei den Deutschen Meisterschaften über zehn Kilometer auf der Straße war er eine gute Minuten schneller. „Ich habe sehr viele Wettkämpfe gemacht in der jüngsten Zeit. Das merke ich jetzt. Die Beine waren müde“, sagt Mey, zumal der Wind recht heftig blies und er viel allein laufen musste. Trotzdem war er nicht unzufrieden. „Die Einteilung war optimal.“ Das Rennen der Frauen über 10.000 Meter bildete den Abschluss der Titelkämpfe in Essen. Und war sicher auch der Höhepunkt des Tages.

Holte das „Maximum“ mit Platz zwei raus: Markus Mey. Foto: Wolfgang Birkenstock

Alina Reh vom SSV Ulm 1846 lief ein einsames Rennen an der Spitze, lag im Ziel nach 31:19,87 ­Minuten ­eineinhalb Minuten vor der Zweitplatzierten – und blieb im Alleingang auch deutlich unter der Norm für die Leichtathletik-WM Ende September in Doha. Es war die viertschnellste Zeit, die eine deutsche Langstrecklerin je gelaufen ist.

Julia Kümpers wollte ihr Rennen eigentlich etwas langsamer angehen als sie es dann doch tat. Ein paar Tage zuvor war sie noch bei einem Wettkampf für die RWTH unterwegs. Aber sie nutzte die Gelegenheit, sich hinter ein paar Konkurrentinnen hängen. „Ich konnte lange in der Gruppe laufen“, sagt die Ärztin am Uniklinikum. In 17:32 Minuten ging sie bei 5000 Meter durch. Die zweite Rennhälfte war noch „einen Tacken schneller“. Die Gruppe löste sich auf, einige Läuferinnen fielen zurück. Nach 34:55,42 Minuten war die Aachenerin als Zehnte im Ziel.

Jetzt freut sie sich auf die ­Deutschen Meisterschaften ­Anfang August im Berliner Olympiastadion. Kümpers hat sich über 5000 Meter für den nationalen Leichtathletik-­Höhepunkt des Jahres qualifiziert.