Leichtathletik: Aachener Mehrkämpfer Jannis Wolff im Nationaltrikot

Leichtathletik : Aachener Mehrkämpfer Jannis Wolff im Nationaltrikot

Das Beste kam zum Schluss. „Disziplin-Sieg!“, freut sich Jannis Wolff. Über 1500 Meter war der Mehrkämpfer der Aachener TG der Schnellste beim Thorpe Cup.

Und trug bei seinem ersten Einsatz im Nationaltrikot mit seinen 4:34,89 Minuten zum knappen Sieg des deutschen Teams bei diesem traditionellen Vergleichskampf bei.

Denn nach der neunten Disziplin, dem Speerwurf, lagen die US-Zehnkämpfer noch in Front. Das sei seine beste Leistung an dem Wochenende gewesen, so Wolff. „Das ging nur über den Willen, mein Körper war komplett leer.“

Insgesamt kam Wolff bei seinem dritten Zehnkampf in diesem Jahr auf 7389 Punkte. Platz acht in der Gesamtabrechnung des Thorpe Cups und viertbester Deutscher. „Ich bin zu 100 Prozent zufrieden“, sagt er.

An seine Bestleistung, die er beim Mehrkampf-Meeting in Ratingen auf 7527 Punkte gesteigert hatte, kam er nicht ganz heran. „Es ist spät in der Saison. Es ist schwer, die Form über langen Zeitraum hochzuhalten. Man kann nicht immer Bestleistung bringen“, so Wolff. „Es ging um die Teamwertung, und die haben wir gewonnen, obwohl wir deutlich schlechter gemeldet waren.“ Mit den 100 Metern in 11,06 Sekunden war er in seinen Zehnkampf eingestiegen.

Es folgten 6,94 Meter im Weitsprung, 12,80 Meter mit der Kugel, 1,91 Meter im Hochsprung 51,07 Sekunden über 400 Meter, 15,37 Sekunden über 110 Meter Hürden, 37,24 Meter mit dem Diskus, 4,50 Meter im Stabhochsprung, 58,25 Meter mit dem Speer und die schnellen 4:34,89 Minuten über die abschließenden 1500 Meter. „Das war sehr emotional“, sagt er zu seinem Zieleinlauf als Erster des Zehnkampf-Feldes. Alles solide bis gute Leistungen für den Psychologie-Studenten.

Ausreißer nach oben war das Kugelstoßen mit einer „riesigen Bestleistung“. Etwas mau war der Hürdensprint zum Auftakt des zweiten Tages. Beim Weitsprung „habe ich Probleme mit dem Rücken bekommen“, was ihn in den folgenden Disziplinen ein wenig behinderte.

Aber die einzelnen Ergebnisse waren für Wolff an diesem Wochenende nicht ganz so wichtig. „Unglaublich, total der Hammer“ sei seine Premiere im Nationaltrikot gewesen. „Man steht nicht allein als Athlet da, sondern repräsentiert ein Team. Es hat einen Riesenspaß gemacht.“