Aachen erfolgreich in Basketball-Oberliga

Basketball : BG ringt Köln in letzter Sekunde nieder

Die Aachener verteidigen die Tabellenführung in der Basketball-Oberliga. Haaren zerbricht in Viertel vier und wirft Fragen auf. Die Frankenbergerinnen bekommen eine Klatsche in Recklinghausen.

OBERLIGA

SW Köln - BG Aachen 62:65 (31:26): Licht und Schatten gab es in der ersten Halbzeit vom Aachener Tabellenführer zu sehen, der sehr stark in Köln begann, dann jedoch wieder in alte Muster zurückfiel und ohne Grund hektisch wurde. So wurde aus der Fünf-Punkte-Führung kurz vor der Halbzeit noch ein Fünf-Punkte-Rückstand!

Trainer Kevin Vorbeck blieb cool und führte seine Jungs zurück in die Erfolgsspur. Mit einem „simplen Spielzug“ brachte die BG den Vorsprung der Kölner zum Schmelzen und ebnete den Weg für den Matchwinner des Abends: Patrick Rülke bewies Nerven wie Drahtseile von der Freiwurflinie und zwang Köln im Alleingang in die Knie. „Das war ein richtig gutes Spiel“, zog Vorbeck ein positives Fazit.

Aachen: Rülke (17), Obradovic (14), Huesmann, Middeldorf (je 7), Hayer (6), Eka, Wesemann (je 4), Boldt (3), Elkenhans (2), Schröder (1)

Haarener TE - Troisdorf 70:89 (34:40): Gegen Troisdorf hielt Haaren zu Beginn gut mit und konnte Anfang des zweiten Viertels mit einem starken 10:0-Run die Führung an sich reißen. Dann zeigte sich aber, dass Dirk Baumanns noch sieglose Truppe gehörig unter Druck steht. In den letzten sechs Minuten bis zur Halbzeit gelangen lediglich sechs magere Punkte, allesamt durch Arno Laisinas Dreier, und Troisdorf lag wieder vorne.

Nach gewonnenem dritten Viertel kam der Knackpunkt des Abends, der den aufgebrachten Trainer der Haarener dazu brachte, einen Kommentar zu dem Spiel strikt zu verweigern. Sicher ist nur, es ging heiß her: Zwei Haarener Spieler foulten aus, einer wurde sogar disqualifiziert. Troisdorf warf 14 Punkte in Serie und entführte zwei Punkte aus Haaren.

Haaren: Schulz (15), Alfes (12), Milosevic (11), Letzian (10), Laisina (9), Dichant (5), Hajdarevic (4), Seelis, Schümmer (je 2)

FRAUEN, REGIONALLIGA

Recklinghausen - DJK Frankenberg 83:47 (45:28): Eine derart hohe Niederlage habe er in seiner Laufbahn noch nie erlebt, war Islam Haddar einen Tag nach der Klatsche in Recklinghausen noch sauer. Das erste Viertel war der einzige Lichtblick der DJK, die einen 4:10-Rückstand aufholte und 18:16 gewann. Dann wurde immer deutlicher, dass ohne Aufbauspielerin in der Regionalliga nichts zu holen ist.

„Ich hatte mehr Centerinnen als Flügelspielerinnen“, schilderte Haddar sein Dilemma, das Recklinghausen ausnutzte, um Frankenberg eine heftige Klatsche zu verpassen. „Das war ein Spiel zum Vergessen“, schimpfte Haddar. „Ein Viertel gut, drei für die Tonne, das war einfach eine schwache Leistung.“

Frankenberg: Dörter (21), Korte (10), Wegerhof (8), Bürgel, Kindelan (je 4)

(uh)
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