A-Jugend von Alemannia Aachen: Mollocher löst Meys ab

Fußball: Alemannia: Mollocher löst Meys ab

Wie immer hatte Herbert Meys am Sonntagmorgen das Training geleitet. Alemannia Aachens A-Junioren, die im Sommer unter seiner Führung in die Bundesliga aufgestiegen waren, waren wie am Wochenende zuvor spielfrei.

Erst am Samstag, 13 Uhr, steht das nächste Spiel beim VfL Bochum an – und es wird ein Wiedersehen geben, denn dann wird Christian Mollocher, bis Juni Coach der Bochumer U 17, Alemannias U 19 als verantwortlicher Trainer auf den Platz schicken. Mollocher, von Januar bis Dezember 2016 in Aachen Co-Trainer unter Fuat Kilic, hat das Team am Montag überraschend übernommen.

Überraschend zumindest für Herbert Meys, der am Sonntag erst nach dem Training offiziell von Aimen Demai, Koordinator der U 19 und U 17 von Alemannia Aachen, von seiner Ablösung erfahren hatte. „Aimen hat mir gesagt, dass Mollocher das Team übernehmen würde und ich als sein Co-Trainer fungieren soll“, sagt Meys, der das Angebot ablehnte mit dem Hinweis, er sei nicht daran interessiert, in die zweite Reihe zu gehen, nachdem er das Team zum Aufstieg geführt und auf Drängen der Verantwortlichen auch in der Bundesliga weiter betreut hätte, trotz seiner beruflichen Situation, die ja bekannt gewesen sei.

„Ich war mit Herz und Seele dabei“, bedauert Meys, dessen Team nach gutem Start auf Rang 13 steht. „Die vier Zähler sind nicht der Ertrag, den wir hätten haben können. Ich war immer zuversichtlich, dass wir die Klasse halten würden.“ Übrigens wurde auch Paul-Gerd Hogen gesagt, dass er künftig nicht mehr als Co-Trainer fungiere.

„Der Hauptgrund für die personelle Änderung ist die berufliche Situation von Herbert, der eine Firma leitet und daneben das Team trainiert. Christian Mollocher steht uns den ganzen Tag zur Verfügung, daher wollten wir ein Trainerteam aufstellen. Denn wir sind der einzige Bundesliga-Verein, der keinen hauptamtlichen Nachwuchscoach hat“, erläutert Aachens Cheftrainer Fuat Kilic, der Mollocher schon in der Saison 2014/15 beim 1. FC Saarbrücken als „Co“ an seiner Seite hatte. „Dank Christian können wir nun unter der Woche mehr mit dem Nachwuchs arbeiten und weitere Trainingseinheiten anbieten. Er sollte uns in erster Linie zusätzlich unterstützen.“

Wie Kilic betont, habe man an eine Doppelführung gedacht. Allerdings: „Die letzte Entscheidungsbefugnis hätte dann Christian gehabt, einfach weil der mehr Zeit hat.“ Dass Meys nun nicht mehr zur Verfügung steht, bedauert Kilic. „Ich schätze ihn als Mensch und Trainer, wir wollten in erster Linie eine Lösung mit ihm zusammen finden. Herbert hat uns leider gesagt, dass es in der Konstellation keinen Sinn macht.“

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