„Moderne Sportstätte 2022“: NRW gibt 300 Millionen Euro für Sportstätten

„Moderne Sportstätte 2022“ : NRW gibt 300 Millionen Euro für Sportstätten

Etliche Sportanlagen in NRW sind marode. Schätzungen zufolge würde die Sanierung der Hallen mindestens zwei Milliarden Euro kosten. Mit dem Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ stellt die Landesregierung in den nächsten vier Jahren 300 Millionen Euro für die Modernisierung, Sanierung, den Umbau oder Ersatzneubau von Sportstätten bereit. Erstmalig geht das Geld direkt an die Sportvereine.

Bislang erhalten die Kommunen vom Land jährlich eine Sportpauschale (insgesamt 54 Millionen Euro), die in kommunaler Selbstverwaltung für öffentliche Sportstätten aufgewendet oder nach Bedarf oder gutem Willen auch an Vereine verteilt wird. Jetzt sollen 266.839.500 Euro der 300 Millionen – ein Polster für besondere Projekte will sich die Staatskanzlei bewahren – direkt an Sportvereine gehen. Nach einem kommunalen Schlüssel wird den Kommunen ein Geldtopf zugewiesen. Aus diesem Topf werden über die kommenden vier Jahre Gelder für Anträge von Vereinen gezahlt, die Sportstätten im Eigentum, gemietet oder gepachtet haben.

Um ein „Windhundrennen“ der Schnellsten zu verhindern, sollen die Stadt-, Gemeinde- und Kreissportbünde Bedarfe ermitteln und zunächst lediglich Projektskizzen aus den Vereinen einreichen. „Das Ganze soll maximal unbürokratisch ablaufen, weil wir wissen, dass in den Vereinen Ehrenamtler arbeiten“, sagte Andrea Milz, NRW-Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt. Erst nach Bewertung der Bünde bekommen jene Vereine eine Aufforderung für einen Antrag, die erfolgsversprechend sind.

Letztlich entscheidet die Staatskanzlei über die einzelne Mittelverteilung. Die Auszahlung erfolgt über die NRW-Bank, der Landessportbund organisiert. Die SPD fürchtet, dass das Geld nicht komplett bei den Vereinen ankommt.

Milz will einen Schwerpunkt auf energetische und digitale Modernisierung, Geschlechtergerechtigkeit, Herstellung von Barrierefreiheit und auf Maßnahmen zur Vermeidung von Unfällen und Verletzungen legen.

Im Topf für die Städteregion Aachen sind 7,88 Millionen Euro vorgesehen, 3,3 Millionen Euro davon für die Stadt Aachen. 5,56 Millionen Euro ist für den Kreis Düren vorgesehen, 1,21 davon für die Stadt Düren. Im Kreis Heinsberg sind es 3,96 Millionen Euro, 560.000 Euro für Heinsberg selbst.

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