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Gera: Nadine Capellmann und Elvis kommen zu schlecht weg

Gera : Nadine Capellmann und Elvis kommen zu schlecht weg

Der Wind versuchte es - und die Konkurrenz auch: Sie scheiterten. Das lautstark umstürzende Gatter erschreckte Warum nicht zwar, doch Isabell Werth hatte ihn gleich wieder im Griff und pilotierte ihn sicher zum Sieg im Grand Prix (76,375).

Wer am Sonntag Deutsche Dressur-Meisterin wird, ist keine Frage. Offen ist nur die, wer hinter ihr einläuft und eines der Tickets für die EM Ende August in Turin ergattert. Und da kristallisiert sich am ersten Tag der Reit-DM in Gera ein Frauen-Quintett auf Füchsen heraus.

„Das ist ein guter Einlauf, alle sind schön eng zusammen”, wollte Bundestrainer Holger Schmezer die Karten noch nicht mischen. Isabell Werth, die in Gera auf Aachen-Sieger Satchmo verzichtet, ist eh gesetzt. Und auch Elvis - seine Ohren mit einem Mützchen gegen Insekten geschützt - ist eine Bank.

Nur punktemäßig (74,333) kam er zu knapp weg. „Das hat auch der Dressurausschuss bemängelt, seine Grundqualität wird nicht genug gewürdigt”, befand Schmezer. „Elvis´ Piaffen waren für mein Gefühl die besten, die er je in einer Prüfung gezeigt hat”, meinte auch Nadine Capellmann, „ein paar Pünktchen hätten es mehr sein dürfen.”

So schob sich Ellen Schulten-Baumer auf Donatha (74,625) dazwischen. „Ob, Zweite, Dritte oder Vierte hinter Isabell ist mir diesmal ganz egal. Für mich zählt, dass ich am Sonntag ein EM-Ticket habe”, greift die 28-Jährige bereits danach. Groß braucht sie die Konkurrenz nicht zu fürchten: Whisper, Vierter unter Monica Theodorescu, wurde zwar trotz Fehlern hoch gepunktet, ist aber noch unreif.

Und Bonaparte unter Heike Kemmer (siehe oben) nach der Verletzungspause noch nicht wieder der Alte. Die Herren hatten wenig zu melden. Hubertus Schmidt lies mit Andretti als Sechster aufhorchen, aber „er ist bereits für die EM mit seiner Besitzerin Anna Campanella qualifiziert und steht mir nicht zur Verfügung”, bedauert der Team-Weltmeister, dessen Wansuela Suerte nach der Verletzung aus Aachen wieder im Aufbau ist.

Eva Bitter führt bei den Springreiterinnen, die Männer greifen erst am Samstag im Parcours ein.