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Köln: Mronz wirft die Brocken bei Rheinenergie hin

Köln : Mronz wirft die Brocken bei Rheinenergie hin

Seit Mittwoch ist die Zukunft des Basketball-Bundesligisten Rheinenergie Köln ungewiss: Gesellschafter und Geschäftsführer Michael Mronz hat seine Ämter mit sofortiger Wirkung niedergelegt.

„Es wird personelle Entscheidungen geben, mit denen ich nicht einverstanden bin”, sagte der Inhaber der Promotion-Agentur MM.

„Ich muss zu 100 Prozent hinter der Sache stehen können. Wie beispielsweise beim CHIO in Aachen oder den Weltreiterspielen”, so Mronz, der auch für die Vermarktung dieser beiden Großveranstaltung zuständig ist. „Und das ist bei Rheinenergie nicht mehr der Fall.”

Sponsoren-Probleme?

Im Umfeld des Vereines befürchtete man jetzt, dass die Basketballer in finanzielle Schwierigkeiten geraten könnten, weil Mronz persönlich den Kontakt zu den wichtigsten Sponsoren hergestellt hat. Ein Kontakt, der Rheinenergie künftig fehlen wird.

Welche Personalie zu Differenzen mit den übrigen Entscheidungsträgern geführt hat, dazu schweigt Mronz sich aus. Aus gut unterrichteten Kreisen war jedoch zu hören, dass die geplante Rückkehr des vor wenigen Wochen als Trainer entlassenen Stephan Baeck der Grund sei. Baeck soll angeblich in naher Zukunft als Sportdirektor installiert werden.

Eine Position, die er bis 2002, bevor er Svetislav Pesic als Trainer ersetzt hatte, schon einmal inne hatte. Seit dem ist der Posten b verwaist. Das unmittelbare Aus droht Rheinenergie mit Mronz Rückzug nicht. Denn der zweite Gesellschafter neben Mronz, Herbert Zimmer, bleibt im Amt.