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Aachen: „Mein Pferd hat wow gesagt”

Aachen : „Mein Pferd hat wow gesagt”

Auch wenn die Reining-Wettkämpfe um die Einzelmedaillen letztendlich nur nordamerikanische Meisterschaften waren, Duane Latimer (Gold/Kanada), Tim McQuay (Silber) und Aaron Ralston (Bronze/beide USA) waren schwer ergriffen.

„Mein Pferd hat beim ersten Mal schon gestaunt und wow gesagt”, war Duane Latimer von der Atmosphäre im Deutsche Bank Stadion fast ebenso beeindruckt wie vom äußerst engen Stechen, das er kurz zuvor gegen Tim McQuay gewonnen hatte.

Beide Starter hatten nach ihrer Vorführung 230 Wertungspunkte gesammelt - und da der Weltmeistertitel nur einmal vergeben werden kann, mussten beide erneut ins Viereck. McQuay legte auf Mister Nicadual 226 Punkte vor, Latimer, der als letzter der 21 Reiter an den Start gegangen war, legte auf Hang Ten Surprize 228 Punkte nach. „Wir bilden unsere Pferde aus, auf uns zu hören. Aber wenn das Publikum derart laut ist, fällt es schwer, die Kommandos zu verstehen”, sah Tim McQuay nicht nur Motivation in dem stehend brüllenden Publikum.

Die ersten sechs Ränge gingen schließlich entweder in die USA oder nach Kanada, auf den Rängen 8 und 9 gehören die beiden deutschen Reiner Sylvia Rzepka (219,5) und Nico Hörmann (219) hinter der Belgierin Ann Poels zur europäischen Spitze. „Ich bin sehr zufrieden. Das sind hohe Scores und das Feld liegt eng zusammen”, kommentierte Equipe-Chef Andreas Mamerow das Abschneiden.

Grischa Ludwig war nicht angetreten, weil sein geliehenes Pferd, mit dem er im Mannschaftswettbewerb noch an den Start gegangen war, für die Deutsche Meisterschaft geschont werden soll.

Und Rudolf Kronsteiner, der von den Richtern ursprünglich stolze 218,5 Punkte erhalten hatte, wurde nachträglich disqualifiziert. Er hatte seinen Hengst derart mit den Sporen malträtiert, dass er aus den Flanken blutete.

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