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Vaals/Sittard: Limburg und das Rad-Spektakel um die „Hammer Series“

Vaals/Sittard : Limburg und das Rad-Spektakel um die „Hammer Series“

Das „Rosa Trikot“ und damit die Titelverteidigung beim Giro d’Italia hat der niederländische Radrennprofi Tom Dumoulin am Wochenende knapp verpasst — gerade einmal 46 Sekunden landete er hinter Sieger Christopher Froome aus Großbritannien.

Lange hadern konnte Dumoulin aber nicht, gleich nach der letzten Etappe in Rom zog es ihn in die Euregio Maas-Rhein. Und schon am Freitag startet der Niederländer bei der „Hammer Series“ in Vaals, nahe seiner Geburtsstadt Maastricht.

Die zweite Auflage

Es ist die zweite Auflage der Rennserie, die ein für das Publikum geschaffenes Event ist. Dumoulins „Heimspiel“ besteht aus drei Rennen, die allesamt hautnah auf drei Rundkursen verfolgt werden können. Und das Besondere ist: Ein einzelner Fahrer kann nicht gewinnen; siegen kann nur die gesamte Mannschaft. Zwölf World-Tour- und vier Pro-Continental-Teams aus je sieben Fahrern haben für das dreitägige Spektakel in Vaals (Bergrennen/1. Juni) und Sittard (Sprint/2. Juni und Mannschaftsverfolgung/3. Juni) gemeldet. Alle Rennen starten jeweils um 17 Uhr.

Jede Mannschaft meldet sieben Fahrer, fünf fahren die Rennen. Dumoulin wird für das deutsche Sunweb-Team nur Freitag beim Bergrennen in Vaals an den Start gehen, in den beiden folgenden Wettbewerben wird ihn ein Mannschaftskollege ersetzen.

Dumoulin ist längst nicht der einzige Star der Radsportwelt, der am Wochenende nahe der deutschen Grenze an den Start geht. Greg van Avermaet, Olympiasieger von 2016, Richie Porte und Simon Gerrans sind wie der deutsche Allrounder John Degenkolb dabei. Aus deutscher Sicht ist zudem die erstmalige Teilnahme des Teams Bora-Hansgrohe interessant: Erik Baska, Maciej Bodnar, Marcus Burghardt, Michal Kolar, Gregor Mühlberger, Matteo Pelucchi und Juraj Sagan heißen die Fahrer.

In welcher Formation die Rennfahrer starten, entscheidet sich in der Regel erst am jeweiligen Renntag. Es gibt pro Runde und bei Zwischensprints Punkte für die ersten zehn Fahrer, die addiert werden bis am Ende des dritten Rennens das Siegerteam feststeht.

Bergrennen (Vaals)

Beim „Hammer Climb“ geht es auf dem Julianaplein mitten in Vaals los. Der Zieleinlauf befindet sich auf dem Dreiländerpunkt. Elf Runden — insgesamt 77 Kilometer — legen die Fahrer zurück. Für die Zieldurchfahrt in der dritten, siebten und letzten Runde gibt es zudem doppelt Punkte — so soll das Hauptfeld länger zusammenbleiben.

Sprint (Sittard-Geleen)

Der „Hammer Sprint“ startet im „Tom Dumoulin Bike Park“, der zur „Sport-Zone Limburg“ gehört. Nahe dem Sittarder Zentrum bestreiten die Teams acht Runden je 12,4 Kilometer. Doppelt punkten die Fahrer hier in den Durchgängen zwei, fünf und acht.

Verfolgungsrennen (Sittard)

An gleicher Stelle gehen die Rennteams am Sonntag das Verfolgungsrennen an. Das nach zwei Renntagen führende Team ist nun Gejagter. Den gesetzten Vorsprung gilt es über drei Runden à 12,4 Kilometer zu verteidigen. Die bis dato zweitplatzierte Gruppe darf die Verfolgung 30 Sekunden später aufnehmen. Die weiteren Abstände werden anschließend immer kürzer.