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Düren: Lahme/Müsch auf dem Weg nach Athen

Düren : Lahme/Müsch auf dem Weg nach Athen

„Es müsste schon fast mit dem Teufel zugehen, wenn wir das nicht mehr schaffen.” Bernd Werscheck strahlt Optimismus aus.

Denn der „Nebenjob” des Trainers der Dürener Bundesliga-Volleyballer Evivo Düren zahlt sich anscheinend aus. Die beiden Beach-Volleyballerinnen Susanne Lahme und Danja Müsch, die für den GFC Düren 09 starten und den Sommer über von Werscheck betreut werden, haben die Qualifikation für Olympia so gut wie in der Tasche.

Die einzig noch ernst zu nehmenden Konkurrentinnen, Jana Vollmer und Andrea Ahmann, liegen mittlerweile über 400 Weltranglistenpunkte hinter den beiden Wahl-Dürenerinnen. „Jana und Andi müssten jetzt schon mehrmals unter die ersten Drei kommen und wir früh ausscheiden”, erklärt Danja Müsch.

Seit dem Beginn der Olympia-Qualifikation Anfang 2003 hat das noch nicht gegeben. Zudem haben sich Lahme/Müsch in diesem Jahr nochmals gesteigert. In dieser Woche standen sie auf Platz vier der Weltrangliste. „Das liegt daran, dass Susi sich so enorm verbessert hat”, sagt Danja Müsch.

Die große Blonde, die bereits drei Mal als Hallenspielerin bei Olympia dabei war, ist im Sand angekommen. „Das ist schon komisch”, sagte Danja Müsch mit einem Lachen auf dem Lippen. „Susi gilt auch in der Weltserie als beste Anfängerin des Jahres. Und das mit fast 36 Jahren.”

Der Preis, den Lahme/Müsch für ihren steilen Aufstieg zahlen, ist hoch. Flugzeug, Hotel, Training und Turnier sind die Eckpfeiler des Terminkalenders. In der vergangenen Woche fand zwar die EM in Deutschland statt. Doch für mehr als ihrer kleinen Tochter und ihrem Mann schnell einen Kuss aufzudrücken, hat es bei Danja Müsch nicht gereicht.

Dass das Duo nach einer wochenlangen aber erfolgreichen Tour durch Asien die Endrunde der EM verpasst hat, verwundert Bernd Werscheck kaum: „Die Beiden sind einfach platt.” Und deswegen haben Lahme/Müsch jetzt die Teilnahme am Weltserienturnier im schweizerischen Gstaad abgesagt. Und sie haben keine Punkte eingebüßt, denn Ahmann/Vollmer sind bereits in der Qualifikation gescheitert.

„Nächste Woche sind wir wieder dabei”, betont Werscheck sicher. Denn beim Grand Slam in Berlin geht es um die doppelte Zahl an Weltranglistenpunkten. Und dann will das Dürener Duo auch die letzten rechnerischen Zweifel an der Olympia-Qualifikation ausräumen.