Aachen: Ladies in Black: „Reise ist noch nicht zu Ende“

Aachen : Ladies in Black: „Reise ist noch nicht zu Ende“

Am Donnerstagmittag hatte das Team rund um die Ladies in Black Aachen dann endlich Gewissheit. Der Spartensender Sport1 verlautbarte, dass der Ost-Klassiker Schwerin gegen Dresden das TV-Livespiel im Play-off-Halbfinale werden würde.

Der DSC hatte sich im dritten Spiel gegen Potsdam durchgesetzt, und somit war klar, dass die Mannschaft von Aachens Trainerin Saskia van Hintum ihr erstes Halbfinale am Samstag (19.30 Uhr) beim Hauptrundenersten MTV Stuttgart bestreiten würde. Dementsprechend kurz und intensiv war die Vorbereitungszeit auf das erste K.o.-Spiel.

Am Donnerstag stand Training und Videostudium des Gegners an, am Freitagmorgen folgte das gleiche Pensum, bevor es mittags Richtung Stuttgart ging. Beide Begegnungen in der Hauptrunde hatten die Ladies mit 1:3 gegen Stuttgart verloren, aber Aachens Co-Trainer Erik Reitsma macht wohl höchstens einen halben Scherz, wenn er sagt: „Die Siege gegen Stuttgart haben wir uns für die Play-offs aufgespart.“

Auch Aachens Libera Kirsten Knip strahlt vor dem Kräftemessen viel Selbstvertrauen aus: „Wir können jede Mannschaft schlagen“, meint die 25-Jährige zuversichtlich, „aber dafür müssen wir 200 Prozent abrufen.“ In den Play-offs (Rückspiel am Samstag, 7. April, in Maaseik) wollen sich die Aachenerinnen besser präsentieren als bei den Aufeinandertreffen in der Hauptrunde: „Da haben wir nicht unser bestes Spiel gezeigt, und trotzdem waren die beiden Partien nicht eindeutig, sondern knapp“, sagt Knip. Tatsächlich endete im Rückspiel der Aachener Satzgewinn mit 25:23, der vierte Durchgang wurde mit 25:27 verloren.

Und auch im Hinspiel erzielten die Stuttgarterinnen über vier Sätze nur sieben Punkte mehr als die Gäste aus Aachen. Um siegreich vom Platz zu gehen, müssen die Ladies ihre Stärken abrufen: Mit starken Aufschlägen den Gegner unter Druck setzen und ihn mit starkem Block und guter Feldabwehr dazu zwingen, nach neuen Lösungen suchen zu müssen. „Wir sind der Underdog“, schiebt Knip dem Gegner gerne die Favoritenrolle zu, „und wollen weiter überraschen. Ich fühle, dass die Mannschaft bereit ist, unsere Reise ist noch lange nicht zu Ende.“

Bereits am Mittwoch hatte die niederländische Libera ein starkes Zeichen für die kommende Saison gesetzt und ihren Vertrag in Aachen als erste Spielerin verlängert. „Das Team der Ladies in Black Aachen ist für mich so etwas wie eine zweite Heimat, meine zweite Familie“, begründete die Abwehr-Spezialistin diesen Schritt. Auch ihre Trainerin zeigte sich mehr als zufrieden: „Kirsten hat sich zur wichtigen und stabilen Führungspersönlichkeit in der Mannschaft entwickelt“, meint van Hintum. „Ich bin stolz, dass ich weiter mit ihr zusammenarbeiten kann.“

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