Aachen: Kurhaus-Trainer Carsten Arriens im Interview

Aachen: Kurhaus-Trainer Carsten Arriens im Interview

Die Saison der Tennis-Bundesliga geht in die entscheidende Phase. Spitzenreiter und Vizemeister TK Kurhaus Aachen tritt Sonntag am vorletzten Spieltag beim Meister und Tabellenzweiten Blau-Weiß Halle an. Mit einem Sieg könnte sich Aachen vorzeitig den Titel sichern. Roman Sobierajski sprach mit Kurhaus-Trainer Carsten Arriens.

Das Aufeinandertreffen der beiden Teams ist der Bundesliga-Klassiker und war in den Vorjahren häufig meisterschaftsentscheidend.

Arriens: Eigentlich immer in den letzten Spielzeiten. Vor vier und zwei Jahren haben wir nach den Einzeln 1:3 zurückgelegen, konnten mit den Doppeln ausgleichen. Im vergangenen Jahr haben wird ein 1:5 kassiert und den Titel verloren. Die 18:20-Niederlage unseres Spielers Alja Bedene gegen Jarkko Nieminen war an Spannung kaum noch zu toppen.

Bauen Sie beim anstehenden Spieltag erneut darauf, dass es die Aachener Doppel richten werden?

Arriens: Eigentlich sehe ich in dieser Saison unsere Mannschaft bei den Einzeln im Vorteil. Ich glaube, dass es nach den Einzeln entweder 2:2 steht oder wir sogar mit 3:1 in Führung liegen.

Allerdings ist auch Halle bei den ersten Positionen der Meldeliste nicht unbedingt schlecht aufgestellt . . .

Arriens: Stimmt. Deren Top-Spieler Simone Bolelli fällt zwar verletzt aus, wir rechnen aber damit, dass Halle mit Daniel Gimeno-Traver, Robin Haase, Jarkko Nieminen und Jan-Lennard Struff gegen uns antreten wird. Diese Besetzung hat im vergangenen Jahr gereicht, um uns nach den Einzeln uneinholbar mit 0:4 in Rückstand zu bringen.

Welche Spieler wird der TK Kurhaus aufbringen, um eine Wiederholung der Vorjahrespleite zu vermeiden?

Arriens: Auch unsere Mannschaft muss auf Andreas Seppi verzichten, der für diese Begegnung als Top-Spieler vorgesehen war, das gleicht sich also aus. Wir wollen mit Florian Mayer, Alja Bedene, Steve Darcis und Carlos Berlocq antreten und rechnen uns mit dieser Aufstellung einiges aus. Zudem stehen uns für die Doppel auch noch Philipp Petzschner und Dominik Meffert zur Verfügung.

Ihre Mannschaft führt ohne Niederlage mit zwei Punkten Vorsprung vor Halle die Tabelle an. Wie sehr wird bei ihnen der Bleistift gespitzt, um die möglichen Ausgangslagen und Paarungen durchzurechnen?

Arriens: Die Begegnung gegen Halle ist keine für taktische Aufstellungen und Spielchen.

Ihr Team hat in den letzten acht Jahren fünf Meistertitel gesammelt. Welches persönliche Ziel haben Sie als Trainer noch?

Arriens: Ich will nicht Meister werden und dabei gegen den Zweiten verloren haben. Wir müssen also am Sonntag mindestens ein Unentschieden holen.