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Jülich: Krzeszewski verdrängt Keen von Spitze

Jülich : Krzeszewski verdrängt Keen von Spitze

Der Tischtennis-Bundesligist SIG Combibloc Jülich/Hoengen geht mit einer stark veränderten Aufstellung in die Rückrunde.

Während bei der Konkurrenz so gut wie alles beim Alten geblieben ist, führt beim Quartett von der Rur nun Tomasz Krzeszewski die interne Rangliste an.

Nicht mehr zum Kader gehört Wang Ruliang. Der Chinese, der am Montag 21 Jahre alt wird, wechselte mit sofortiger Wirkung in die Niederlande.

Mit einer Bilanz von 9:2-Siegen in der Vorrunde war Krzeszewski der erfolgreichste Spieler der Liga im unteren Paarkreuz.

Und da der bisherige SIG-Spitzenmann Trinko Keen als Nummer 1 die desaströse Bilanz von 4:12 einfuhr, die nur noch von Neureuts Meng Xianjiang (2:13) unterboten wurde, konnte der Ligaausschuss gar nicht anders entscheiden, als Krzeszewski an die Topposition vor Lars Hielscher zu setzen, der weiterhin an Nummer 2 spielt.

An den beiden unteren Brettern soll nun Trinko Keen neben Philippe Saive Punkte sammeln. Saive rutschte mit der für ihn indiskutablen Bilanz von 6:8-Siegen auf die letzte Position im Jülich/Hoengener Quartett.

Vielleicht bietet die Rückstufung der Spieler, die in der vergangenen Saison die SIG-Spitzenpositionen bekleideten, ja die Möglichkeit, ihr Leistungstief endgültig zu überwinden.

Für Teammanager Christian Dreher ist das zumindest bei Trinko Keen keine Frage. „Er trainiert gut, aber er braucht einfach wieder Erfolg”, sagte Dreher schon vor Wochen. „Ich habe das schon bei sovielen Spielern gesehen, bei denen es einfach nicht laufen wollte. Und dann platzt plötzlich der Knoten, und es klappt wieder.”

Der bisherige Saisonverlauf war für Tomasz Krzeszewski fast perfekt. Der Pole konnte endlich die Leistung, die ihn bei internationalen Turnieren schon seit Jahren auszeichnet, auch in der Bundesliga bringen.

„Ich bin lockerer und endlich auch frei von Verletzungen”, begründet er seine Wandlung vom Zitterkandidaten zum Punktegaranten. Das soll auch im oberen Paarkreuz so bleiben, obwohl die Gegner da anderen Kalibers sind.

Doch dass der 29-Jährige auch in diesen Kategorien mitmischen kann, bewies er nicht zuletzt bei der Olympia-Qualifikation Anfang Dezember in Luxemburg, wo er sich neben Jörg Roßkopf das Ticket für Athen 2004 sicherte.

In der Bundesliga will es Krzeszewski erstmals am 18. Januar beim Rückrundenauftakt in Grenzau zeigen.