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Düren: Keiner will die Favoritenrolle

Düren : Keiner will die Favoritenrolle

Es ist halt so im Sport: Der eine will den anderen in die psychologisch ungünstigere Position hineinmanövrieren.

Sven Anton sagt: „Der SCC Berlin sieht sich immer noch als die zweite Kraft im deutschen Volleyball. Also ist der Druck für ihn größer.”

Anders sieht das Michael Warm: „Evivo Düren muss als Tabellenzweiter befürchten, auf den dritten Platz zurückzufallen, schaut also nach unten, während wir nach oben blicken.”

In der Arena Kreis Düren findet am heutigen Abend um 19.30 Uhr das Spitzenspiel der Bundesliga statt: Evivo mit seinem Mannschaftskapitän Sven Anton gegen den SC Charlottenburg Berlin mit seinem neuen Trainer Michael Warm.

Es geht in der mit Sicherheit proppenvollen Arena - Evivo erwartet 3000 Besucher - um den zweiten Platz in der Liga. Ihn hat Düren inne, liegt zwei Punkte vor den Berlinern. Der Rang hinter dem Deutschen Meister VfB Friedrichshafen bringt in der Play-off-Runde große Vorteile mit sich: Sowohl im Viertelfinale als auch im Halbfinale bestreitet der Zweite das erste Spiel in eigener Halle, besäße auch in einem entscheidenden dritten Spiel Heimrecht.

Folglich werden sich die beiden Teams heute eine packende Auseinandersetzung liefern. Beide Mannschaften werden in bester Besetzung spielen können.

Dass Dürens Steller Ilja Wiederschein nach langer Verletzungspause erst das zweite Spiel von der ersten Minute an bestreiten darf und das Zusammenspiel mit den Angreifern deshalb noch nicht hundertprozentig abgestimmt ist, stört Sven Anton nicht im Geringsten: „Wir sind routiniert genug, um die wenigen fehlenden Prozent ausgleichen zu können.”

Auf der anderen Seite ficht es Michael Warm nicht an, dass Dürens Heriberto Quero gegen Italiens Meister Treviso im letzten Champions-League-Spiel 41 Punkte machte: „Dafür war er im Hinspiel gegen uns schlecht.”