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Jülich: Jülichs Ticket für den Abstiegskampf

Jülich : Jülichs Ticket für den Abstiegskampf

Es war eines jener Spiele, nach deren Ende der Beobachter nicht so recht weiß, warum eine der beiden Mannschaften verloren hat. Weitgehend emotionslos, ohne Spannung, kein Spektakel, nicht einmal auf dem Durchschnittsniveau der Tischtennis-Bundesliga, die längst nicht mehr die stärkste Liga der Welt ist.

Nur war die unnötige 4:6-Niederlage gegen Würzburg für den TTC Indeland Jülich die Fahrkarte zurück in den Abstiegskampf. Hatte Johannes Dimmig vor der Begegnung noch ungebremsten Optimismus ausgestrahlt, veränderte sich die Körpersprache des Jülicher Trainers kontinuierlich. Am Ende richtete sich sein Blick starr Richtung Hallenboden. Seine Mannschaft hatte die große Chance verspielt, sich frühzeitig aller Sorgen zu entledigen.

Denn jetzt steht sie vor den Aufgaben bei der Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt unter Druck. Am übernächsten Samstag geht´s nach Gönnern, sechs Tage später nach Plüderhausen. Und will Jülich nicht weitere Aufbauarbeit leisten, müssen mindestens drei Punkte her.

„Es war selten so einfach wie heute, einen Punkt zu holen”, konnte sich auch TTC-Teammanager Knut Gollnow nicht schlüssig erklären, wie die Pleite gegen Würzburg zustande gekommen war. Denn vor 300 Zuschauern in der Nordschulhalle lief fast alles, wie es die sportliche Leitung der Jülicher kalkuliert hatte. Nur ein Faktor machte den Gastgebern einen Strich durch die Rechnung. Taku Takakiwa, erst am Freitag aus Japan zurückgekehrt, war ein kompletter Ausfall. Der 18-Jährige war einfach körperlich nicht in der Verfassung für ein Bundesligaspiel.

„Johannes Dimmig und ich hätten uns auch gewünscht, dass er früher zurückfliegen würde”, meinte Gollnow ratlos. „Aber das ging offensichtlich nicht anders.” Jetzt steht die Mannschaft unter großem Druck und muss auswärts punkten.