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Jülich: Jülich/Hoengen: „Würzburg ist das Schlüsselspiel”

Jülich : Jülich/Hoengen: „Würzburg ist das Schlüsselspiel”

Der SIG Combibloc Jülich/Hoengen droht ein unangenehmes Wochenende in der Tischtennis-Bundesliga.

Am Freitag (19.30 Uhr) geht es zum Aufsteiger Würzburg, Sonntag (17 Uhr) gastiert Meister Borussia Düsseldorf in Jülich. „Würzburg ist das Schlüsselspiel”, glaubt SIG-Manager Arnold Beginn.

Die Gastgeber wollen das Image einer Fahrstuhlmannschaft los werden. Also nahmen die Franken das Angebot von Frank Müller an, der seine Zelte beim Absteiger Weitmar-Munscheid abbaute und nach Würzburg umsiedelte.

Der Besitzer einer Werbeagentur und einem Unternehmen für Bausanierung in den neuen Bundesländern bekam einen Sitz im Vereinsvorstand, wurde Hauptsponsor, benannte den Klub in Müller Würzburger Hofbräu um und stellte sich selbst noch an Nummer 8 auf.

„Zumindest im Doppel spiele ich noch selbst”, bestimmt Müller. Von seinem Ex-Klub nahm er die Spieler Fan Changmao, Mikael Zöögling und Evgenij Shetinin mit.

Dem Geschäftsmann Frank Müller kann in der Tischtennisszene keiner Schlechtes nachsagen. Aber sportlich ist der 39-Jährige eine Reizfigur.

Im Trikot von Weitmar-Munscheid zettelte er einiges an. Beim Pokalfinale 2000 in Fulda beispielsweise „feierte” Müller die 0:3-Niederlage gegen Jülich im Halbfinale im Hotelzimmer mit seinen Kollegen so laut und exzessiv, dass der damalige Grenzauer Trainer Andrzej Grubba um drei Uhr an die Zimmertür klopfte und unter Androhung physischer Gewalt die Nachtruhe durchsetzte.

Und Jörg Roßkopf befand am Ende der letzten Saison: „Der Müller ist doch nur ein Clown. So einer schadet dem Tischtennis nur.”

Inwieweit Müller Jülich/Hoengen am Freitag schaden kann, bleibt abzuwarten. Wieder fit ist jedenfalls die Nr. 1 der Gäste, Trinko Keen.

Der Niederländer, der am Dienstag sechs Stunden vor dem 0:3 im EM-Qualifikationsspiel gegen Deutschland seine Teilnahme wie auch sein Landsmann Danny Heister wegen einer Magen-Darm-Grippe absagen musste, will mit Lars Hielscher im oberen Paarkreuz den Grundstein zum Sieg legen.