Aachen: Hallencup: VfL Vichttal gewinnt die letzte Vorrunde

Aachen: Hallencup: VfL Vichttal gewinnt die letzte Vorrunde

So richtig glücklich wirkten beide Trainer nicht, dabei konnten sie sich gegenseitig zum Erreichen der Endrunde um den Sparkassen-Hallencup gratulieren. Doch die Auftritte ihrer Teams hatten die beiden Verantwortlichen am Freitagabend nicht begeistert.

Mit einem 4:2-Erfolg löste Fußball-Landesligist VfL Vichttal das vorletzte Ticket als Vorrundensieger, und auch der unterlegene Landesliga-Spitzenreiter SV Breinig darf als bester Zweiter der Aachener Vorrunden am Samstag wiederkommen, da Alemannia Mariadorf Hertha Walheim tags zuvor mit 2:7 unterlegen war.

Mit Übersicht: Utku Arslan von Alemannia Aachenes zweiter Mannschaft in Aktion. Foto: Andreas Steindl

„Ich glaube, das war mit das beste Spiel des heutigen Tages“, war Andi Avramovic nach dem Vorrunden-Finale einigermaßen versöhnt, da seine Mannschaft nun endlich den Ball laufen ließ. „Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir dieses Vorrundenfinale sehr glücklich erreicht haben“, beschönigte der VfL-Coach nichts. „Vor allem im ersten Spiel waren wir nicht auf den Punkt da. Auch wenn alle Spieler auf freiwilliger Basis hier spielen, müssen sie den Klub anders präsentieren. In der zweiten Partie haben wir den Eindruck aber korrigieren können.“ 2016 gelangte Vichttal bis ins Finale, wo man Wegberg-Beeck unterlag.

„Wir haben es eigentlich nicht verdient, weiterzukommen. Unsere Leistung in den Gruppenspielen war unterirdisch“, sah auch Breinigs Coach Michael Burlet die Auftritte seiner Jungs kritisch. „Wir haben den Ball nicht laufen lassen, das war kein guter Hallenfußball. Und nun muss ich erst mal eine Mannschaft für die Endrunde zusammenbekommen.“

Kopfrechnen war angesagt, denn in der ersten Gruppe hatten Vichttal, Alemannia Aachen II und der SV Rott jeweils einen Sieg eingefahren. „Blöd ist nur, dass wir jetzt so lange warten müssen“, so Avramovic nach der Vorrunde, als sein Team sich mit einem Fuß im Aus wähnte. Doch mit einem Treffer (10:9) sprach das Torverhältnis für den Landesliga-Zweiten.

„In den letzten vier Minuten gegen Vichttal haben wir unsere Chance auf das Vorrunden-Finale vergeben. Wir hatten einige Konditionsprobleme, so dass die Niederlage nach hinten raus deutlich wurde“, bedauerte Rotts Torwart-Trainer Stephan Straub, der Mirko Braun an der Bande vertrat. Erst in der Schlussphase hatte sich Vichttal nach ausgeglichenem Beginn abgesetzt. Und 7:4 gewonnen.

Rott hatte im letzten Spiel Alemannia Aachen II mit 6:3 geschlagen. „Da haben wir deutlich abgeklärter agiert“, so Straub, „ich muss es auch auf meine Kappe nehmen, denn im zweiten Spiel lief es mit den Wechseln deutlich besser.“ Für Straub war es nicht der erste Einsatz an der Bande, schon mit Oidtweiler, damals A-Ligist, war er beim Hallencup im Einsatz.

Das Lachen war Moses Sichone kurzfristig vergangenen, nach dem zweiten Spiel wurde es in Alemannias Kabine etwas lauter. Am Ende des Auftaktspiels hatte Aachens U 21-Trainer noch gestrahlt, 5:3 gewann sein Team, das offensiv gut auftrat und mannschaftlich geschlossen spielte. Und einiges Pech im Abschluss hatte. Doch nach hinten raus zeigten sich die Probleme in der Defensive immer deutlicher. „Das ist so wie in der Liga. Offensiv läuft es ganz gut, aber nach Ballverlusten schalten wir nicht schnell genug um. Das muss noch besser werden“, so der Ex-Profi, dessen Team im zweiten Spiel gegen Rott aber auch offensiv nicht mehr die nötige Durchschlagkraft hatte. Bis zum 3:3 viereinhalb Minuten vor Schluss war die Partie ausgeglichen, dann setzte sich der Bezirksliga-Spitzenreiter gegen den Vorletzten der Landesliga mit 6:3 durch. „Rott hat gut gegen den Ball gearbeitet — so wie ich das eigentlich auch von meinen Jungs gefordert hatte“, hatte Sichone an diesem Abend Licht und Schatten gesehen.

In der anderen Vorrunden-Gruppe hatten die Fans des SV Breinig buchstäblich bis zur letzten Sekunde zittern müssen. Der Schiedsrichter hatte die Pfeife für den Abpfiff schon im Mund, als Felix Korb für den Landesliga-Spitzenreiter den entscheidenden Treffer zum 3:2-Sieg gegen Bezirksliga-Aufsteiger Raspo Brand erzielte.

Die Zeit spielte auch eine entscheidende Rolle in der ersten Partie der Breiniger gegen den zweiten Bezirksliga-Aufsteiger FC Roetgen: 11,2 Sekunden zeigte die Uhr noch an, als Smith Ametowu für das Team von Daniel Formberg noch zum 3:3 ausglich. Nur ein Punkt für Breinig, das zittern musste, da Raspo Brand im Duell der Liga-Konkurrenten Roetgen mit 2:1 besiegte.

„Wir haben uns insgesamt aber gut verkauft und alles gegeben“, war FC-Trainer Daniel Formberg mit den Auftritten seiner Mannschaft aber zufrieden, auch wenn er ihr „zu viele defensive Fehler“ ankreidete. Auch bei Raspo-Coach Matthias Conrad hielt sich die Enttäuschung in Grenzen, da sich sein Team bei der Hallencup-Premiere insgesamt gut präsentiert hatte.

4. Vorrunde in Aachen, Gr. G

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