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Die Fußball-Mittelrheinliga: Gefühlt wäre mehr drin gewesen

Die Fußball-Mittelrheinliga : Gefühlt wäre mehr drin gewesen

Im Nachholspiel der Fußball-Mittelrheinliga unterliegt der VfL Vichttal am Gründonnerstag dem SV Bergisch Gladbach mit 1:3. Am Ostermontag geht es zu Tabellenführer 1. FC Düren.

Die Gefühle von Andi Avramovic sind zwiegespalten. „Da war gefühlt mehr drin, vom Leistungsbild her auf jeden Fall. Am Ende war es aber auch eine verdiente Niederlage“, sagt der Coach des VfL Vichttal. Im Nachholspiel der Fußball-Mittelrheinliga war seine Mannschaft am Gründonnerstag dem Tabellendritten SV Bergisch Gladbach mit 1:3 (1:1) unterlegen.

„Der Gegner hatte zwar deutlich mehr Ballbesitz, aber wir hätten zwischenzeitlich in Führung gehen können“, berichtet Avramovic. Patrick Friesdorf (35.) hatte die Gäste in Führung geschossen, Henrik Artz (37.) nur zwei Minuten später ausgeglichen. „Da haben wir uns mutig von hinten raus komplett nach vorne gespielt, auf den Flügel verlagert. Im Abschluss hatten wir etwas Fortune, aber Artz, der als Letzter an den Ball kam, konnte ihn aus 15 Metern ins Tor köpfen.“

Nur zwei Minuten später hätte es 2:1 stehen können. „Das war eine hundertprozentige Chance. Doch nach einer Kopfballverlagerung schießt Manuel Krebs aus zwei, drei Metern den gegnerischen Torwart an“, hadert der VfL-Coach ein wenig mit der vergebenen Möglichkeit, der noch eine weitere gute, als man frei zum Schuss kam, folgte.

So ging es mit 1:1 in die Pause. Auch in der zweiten Hälfte hatte Bergisch Gladbach wieder mehr Ballbesitz, doch Vichttal wehrte sich gut. „Dann haben wir aber etwas das Gespür für die Spielfortsetzungssituationen verloren“, bemängelte Avramovic, denn in der Folgezeit kam sein Team zu selten in den gegnerischen Strafraum und zum Abschluss.

Wieder war es Friesdorf, der die Vichttaler Hoffnungen zerstörte. Er legte Tor Nummer zwei und drei (70., 85.) nach. „Nach einer Ecke haben wir den Ball nicht richtig rausgeschlagen, weil wir nicht eng genug am Mann standen“, analysierte der Coach, der dem Gegner attestierte, dass Treffer Nummer drei „wie gemalt“ war: „Ein direkt verwandelter Freistoß, sehr gut geschossen.“ Was ihn allerdings ein wenig ärgerte, war die Entstehung, denn nach einem Foul hatte die Unparteiische zuerst Vorteil laufen lassen und danach doch noch einen Freistoß gepfiffen.

In der Schlussphase sah Haydar Kilic (84.) Gelb-Rot und wird am Ostermontag in der Partie bei Spitzenreiter 1. FC Düren ebenso fehlen wie der gelbgesperrte Nick Gerhards. „Personell wird das am Montag auf Kante genäht sein“, kommentiert Avramovic, der Anleihen bei der zweiten Mannschaft und der U19 machen muss, seufzend, denn unter anderem wird seine komplette Zentrale ausfallen.

Und das ausgerechnet zur Partie in Düren, das „aus den letzten zwölf Spielen zwölf Heimsiege geholt hat. Aufgrund der dezimierten Personaldecke ist die Wahrscheinlichkeit, da eine Überraschung zu landen, eher überschaubar“, sagt Avramovic, der seinen Humor trotzdem nicht verloren hat und lachend hinzusetzt: „Im Gegenteil, wir haben schon beim Verband angefragt, ob Düren nicht gegen uns mit weniger als elf Spielern antreten könnte.“

Vichttal: Schäfer - Seke, Schütte, Kaulartz, Rother - Gerhards, Kilic, Dumslaff (82. Arabi), Krebs - Artz - Mbuyi (90.+1 Lenzen)