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Berlin/Düren: Gedanklich schon in der Champions-League

Berlin/Düren : Gedanklich schon in der Champions-League

Die erhoffte Leistungssteigerung blieb aus. Ernsthaft in Gefahr bringen konnten aber auch die aufopferungsvoll kämpfenden Youngster des VCO Berlin den deutschen Vizemeister Evivo Düren am 2.Spieltag der Volleyball-Bundesliga nicht.

Nach nur 66 Minuten war am Samstagabend in der Hauptstadt der zweite schmucklose 3:0-Pflichtsieg (25:22, 25:21, 25:22) der Dürener in Folge unter Dach und Fach.

Das schwere Heimspiel zum Champions-League-Auftakt am Mittwoch in eigener Halle (19.30 Uhr) gegen Frankreichs Vizemeister Tours Volley-Ball im Hinterkopf taten sich Sven Anton&Co. gegen die Jugendnationalspieler ungewohnt schwer.

Leichte Dürener Fehler in der Block- und Abwehrarbeit nutzten die Schützlinge von Junioren-Nationaltrainer Manfred Steinbeißer immer wieder konsequent aus. Dass Evivo nicht den gewohnten Rhythmus fand, nimmt Trainer Mirko Culic aber auch auf seine Kappe. „Ich habe viel gewechselt, habe den angeschlagenen Tim Elsner und unseren Brasilianer Denison geschont, um Sven Dick mehr Spielpraxis zu geben.”

Lichtblick: Dürens venezolanischer Star Heriberto Quero, nach Visa- und Passproblemen verspätet aus dem Heimaturlaub zurückgekehrt, kommt langsam besser in Schwung. „Ich habe zwar noch schwere Beine”, schmunzelte er, „das ist aber normal.”

In der abgelaufenen Saison überraschte der Venezolaner sich und die Fachwelt als bester Angreifer der Champions League. Doch diese Anerkennung relativiert er bescheiden: „Ich habe im Rückspiel gegen Treviso sehr viele Bälle bekommen und deshalb viel punkten können. Wichtiger ist es, dass wir die Gruppenphase überstehen. Und dann schauen wir mal weiter.”

Schritt für Schritt denkt Quero, der glaubt, dass Evivo dank des serbischen Mittelblockers Vladimir Rakic und des Brasilianers Denison Sena da Conceicao (Annahme/Außenangriff) stärker geworden ist.

Gegen Tours jedoch wird Rakic nur im Notfall auflaufen. Ihn plagt eine schmerzhafte Entzündung in der Schulter. Culic will kein Risiko eingehen. „Die Saison ist noch lang.” Besser stehen die Chancen, dass Elsner nach seinen Knieproblemen in die Startformation zurückkehrt.