Angemerkt zum FC Bayern: Nun kommt der Umbruch

Angemerkt zum FC Bayern : Nun kommt der Umbruch

Das amüsante 7:2 gegen die Tottenham Hotspurs war wohl das Schlimmste, was den Bayern passieren konnte. So viel kann man heute sagen.

Denn der Sieg gegen den Champions-League-Finalisten vor einigen Wochen verstellte nicht nur die Sicht auf die Schwächen eines allzu beliebig zusammengestellten Kaders.

Er begünstigte auch, dass ganz offensichtliche Konflikte zwischen Trainer und Mannschaft nicht ernst genommen wurden und die Vereinsführung sich in selbstgefälliger Art die Lage schönredete. Der Zusammenbruch gegen Frankfurt ist aus diesem Grund kein Zufall. Er ist das Ergebnis von Führungslosigkeit auf und neben dem Spielfeld. Und das ist für den FC Bayern noch untypischer, als 1:5 gegen Frankfurt zu verlieren.

Mit Trotz und Unglaube verfolgen die Verantwortlichen gerade, wie sich das Team in seine Einzel-
interessen zerlegt. Das Problem ist viel größer, als dass man es mit der Trennung von Niko Kovac in den Griff bekommen könnte. Der große Umbruch, von dem beim FC Bayern zu lange nur geredet wurde, kommt jetzt mit Gewalt – und er wird Rummenigge und Hoeneß nicht verschonen.

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