EM-Qualifikation: Löws Vorgabe in Belfast: Drei Punkte - „Hier brennt es“

EM-Qualifikation : Löws Vorgabe in Belfast: Drei Punkte - „Hier brennt es“

Der Auftrag ist klar. „Unsere Aufgabe heißt drei Punkte“, sagte Bundestrainer Joachim Löw unmissverständlich zur Zielsetzung der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Abend (20.45 Uhr/RTL) in Belfast gegen Nordirland.

Auch nach dem 2:4 gegen die Niederlande sieht Löw sein Team in der EM-Qualifikation weiterhin „im Soll“. Mit einem Sieg würde Deutschland in Gruppe C die dann punktgleichen Nordiren vom ersten Tabellenplatz verdrängen und läge wieder voll auf Kurs Richtung Europameisterschaft 2020.

Bayern-Profi Joshua Kimmich warnte allerdings in Belfast auch: „Wir dürfen uns keinen Ausrutscher mehr erlauben.“ Gegen die kampfstarken Nordiren fordert Löw gerade in den direkten Duellen Mann gegen Mann, „das Aggressionspotenzial zu erhöhen“. Die rund 18 000 Zuschauer im kleinen Windsor Park werden für eine spezielle Atmosphäre sorgen.

„Hier brennt es im Stadion schon“, weiß Löw noch vom letzten deutschen Erfolg bei den Nordiren vor zwei Jahren in der WM-Qualifikation. Sebastian Rudy, Sandro Wagner und Kimmich trafen damals beim 3:1. „Wer davon ausgeht, dass es ein Spaziergang wird, ist fehl am Platz“, sagte Rückkehrer Kimmich am Sonntag vor dem Abschlusstraining der deutschen Mannschaft im Windsor Park.

SCHRUMPFKADER: Schon vorm Holland-Spiel reiste Leon Goretzka verletzt ab. Nach dem 2:4 gegen Oranje folgte Nico Schulz (Fuß). Und nach der Ankunft in Belfast war klar, dass auch Ilkay Gündogan wegen eines grippalen Infektes ausfällt. „Es war eingeplant, dass Ilkay aufläuft“, verriet Löw. Sein Kader ist von ursprünglich 22 auf 19 Akteure geschrumpft. Das sei „keine ganz so einfache Situation“, bekannte Löw: „Viele Wechsel zu vollziehen ist bei einer jungen Mannschaft nicht von Vorteil.“ Er muss jetzt etwas mehr umbauen.

Hinten stellt Löw von Dreier- auf Viererkette um. Für Schulz wird Marcel Halstenberg oder Jonas Hector links verteidigen. Und ins Mittelfeld könnte nach dem Ausfall von Gündogan etwa Kai Havertz rücken. Den 20-Jährigen bezeichnete Löw als eine Option.

GEGNER: Mit jeweils zwei Siegen gegen Weißrussland und Estland haben die Nordiren sich in eine gute Ausgangsposition in Gruppe C gebracht. Aber jetzt kommen die Duelle mit Deutschland und den Niederlanden, die darüber entscheiden werden, ob es für das Team von Trainer Michael O'Neill für eines der beiden direkten EM-Tickets reicht.

Nordirlands Kader ist mit Spielern bestückt, die maximal für Mittelklasseclubs in der englischen Premier League spielen. „Die Mannschaft ist sehr eingespielt“, betonte jedoch Löw. Typischen „Insel-Fußball“ erwartet der Dortmunder Julian Brandt. Die einzige Niederlage der DFB-Auswahl in Nordirland liegt 37 Jahre zurück.

HISTORIE: Oliver Bierhoff kommt stets mit besonderen Erinnerungen zurück in den Windsor Park. Am 20. August 1997 erzielte der heutige DFB-Direktor dort in der WM-Qualifikation mit drei Toren zwischen der 73. und 79. Minute den schnellsten Hattrick in der Geschichte der DFB-Auswahl. Bierhoff stach damit als Joker: Er kam in der 70. Minute beim Stand von 0:1 und drehte die Partie im Rekordtempo zum 3:1.

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